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Der Silberpreis kam parallel zum Goldpreis in den letzten zweieinhalb Monaten deutlich zurück. Vom Hoch am 4.September bei 19,65 US-Dollar fielen die Notierungen in den letzten zweieinhalb Monaten bis auf 16,66 US-Dollar um knapp 3 US-Dollar bzw. über 15% zurück.

Dabei folgte auf die erste Korrektur- und mehrwöchige Seitwärtsbewegung seit Anfang November die nächste Abwärtswelle.

Innerhalb eines potenziell bullischen Keils könnte sich Silber nun bereits in einer Erholung bis ca. 17,60 US-Dollar befinden. Im Anschluss wären nochmals tiefere Kurse und ein Wiedersehen mit der langsam steigenden 200-Tagelinie (16,13 USD) zu erwarten. Bis zum Jahresende ist dann jedoch das Ende der Korrektur möglich!

Silberpreis in US Dollar – Im fallenden, aber bullischen Keil!

Auf dem Tageschart hat sich seit Anfang September möglicherweise ein fallender Keil  gebildet. Auch wenn dieser den Silberpreis bereits deutlich gen Süden befördert hat, kann die gesamte Bewegung seit Anfang September immer noch als korrektive Gegenbewegung verstanden werden.

Innerhalb dieses fallenden Keils wäre aufgrund des überverkauften Tagescharts inkl. Kaufsignal bei der Stochastik zunächst einer Erholung in Richtung von ca. 17,60 US-Dollar zu erwarten.

Im Anschluss müsste der Silberpreis dann nochmals tiefer korrigieren und könnte möglicherweise Mitte Dezember (Fed-Zinsentscheid) im Bereich 16,30 bis 16,50 US-Dollar seine 200-Tagelinie wieder treffen und dabei dann das Tief der gesunden Korrektur ausloten. Im Anschluss sind sowohl die Trendwende als auch mittelfristig Kurse oberhalb 20,00 US-Dollar denkbar.

Für den insgesamt immer noch vorhandenen Korrekturbedarf sprechen auch die Terminmarktdaten des Silber-Futures. Hier präsentiert sich Silber zwar schon seit Monaten etwas besser aus als Gold, die kommerzielle Shortposition ist aber weiterhin zu hoch.

So liegt die kumulierte Netto-Shortposition der kommerziellen Händler mit 61.892 leerverkauften Kontrakten im langfristigen Vergleich deutlich oberhalb der antizyklischen Kaufzone von etwa 20.000 leerverkauften Kontrakten.

Insgesamt ist also weiterhin Geduld bei den Edelmetallen angesagt. Dabei könnte sich Silber in den kommenden vier bis fünf Wochen jedoch bereits besser als der Goldpreis halten.

Sollte das Gold/Silber-Ratio dies tatsächlich bestätigen, dürfte die immer noch fehlende 5.Welle sowohl beim Gold als auch beim Silber neue Hochs mit sich bringen. Typischerweise zündet Silber in der 5.Welle erst so richtig seinen Turbo. Das 1.Quartal 2020 verspricht also interessant zu werden.

Silber in Euro – Tiefstkurse um ca. 14,70 Euro denkbar

In Euro gerechnet läuft der Silberpreis bereits seit September 2018 in einem neuen großen Aufwärtstrendkanal. Hier konnten sich Notierungen in der ersten Novemberwoche knapp oberhalb der mittleren Trendlinie wieder fangen. Gleichzeitig hat sich seit Anfang September 2019 ebenfalls ein fallender und damit grundsätzlich bullischer Keil entwickelt.

urzfristig wäre innerhalb dieser Formation eine Erholung bis ca. 15,80 Euro denkbar. Im Anschluss sollte es dann zum finalen Ausverkauf in Richtung der steigenden 200-Tagelinie (14,44 Euro) kommen. Insgesamt lässt sich auf Sicht der kommenden Wochen somit weiterhin eine tiefe Kaufzone zwischen 14,00 und 15,00 Euro begründen.

Kauflimit unterhalb von 15,00 Euro

Die Korrektur beim Silberpreis in Euro ist mittlerweile relativ weit fortgeschritten. Dennoch stehen die Chancen für eine Fortsetzung der Korrektur in Richtung 15,00 Euro sehr gut. Ab dieser runden Marke bietet sich wieder ein sehr gutes Chancen/Risiko-Verhältnis für einen Einstieg bzw. Nachkäufe am physischen Silbermarkt.

Florian Grummes
Technischer Analyst
Goldnewsletter.de
Quelle: GOLD.DE

Bitte erwarten sie bei den Edelmetallen grundsätzlich keine fulminanten Kursgewinne, sondern machen sie sich nochmals klar, dass es sich bei den Edelmetallen um eine Versicherung gegen dramatische Verwerfungen an den Finanzmärkten handelt!

Auch wenn die Performance im Vergleich zu anderen Anlageklassen in den letzten Jahren ziemlich enttäuschend war, führt an den Edelmetallen als Stabilisator und ruhender Anker kein Weg vorbei. Die letzten Monate haben das mal wieder eindrucksvoll bewiesen.

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