Erklären die USA Silber, Kupfer & Co. demnächst zu „kritischen Mineralien“? – Rückenwind für Minenwerte

Silber Barren auf schwarzem Untergrund

Washington hat gerade dem Bergbau und der Verarbeitung in den USA neuen Schwung verliehen. Das Innenministerium hat einen Entwurf für eine Liste von 54 „kritischen“ Mineralien für 2025 veröffentlicht, in der erstmals auch Kupfer, Silber, Kaliumkarbonat, Silizium, Rhenium und Blei aufgeführt sind, während Arsen und Tellur gestrichen werden sollen.

Beamte wiesen auch darauf hin, dass metallurgische Kohle und Uran – derzeit als Brennstoffe behandelt – nach einer 30-tägigen Kommentierungsfrist ab dem 26. August für die Aufnahme in die endgültige Fassung in Betracht gezogen werden könnten.

Potenziell große Bedeutung für Minenwerte

Für Investoren ist diese Einstufung von Bedeutung. Die Liste der kritischen Mineralien dient als Leitfaden für die Strategie der Bundesregierung, den Kapitaleinsatz und die Genehmigungsverfahren für die Gewinnung, das Recycling und die Weiterverarbeitung im Inland. Die Aktualisierung ist Teil der Bemühungen, die wirtschaftliche und nationale Sicherheit zu stärken, indem die Abhängigkeit von ausländischen Lieferketten verringert und die Produktion und Innovation in den USA beschleunigt werden.

Die neue Liste, die gemäß dem Energiegesetz von 2020 alle drei Jahre aktualisiert wird und auf einer Richtlinie aus dem Jahr 2017 zur Untersuchung der Anfälligkeit der Mineralienversorgung basiert, stützt sich auf ein ausgefeilteres Risikomodell der USGS. Die amtierende Direktorin Sarah Ryker sagte, dass die Methodik die Vorhersage von Versorgungsunterbrechungen zu einem Zeitpunkt verbessert, an dem die Mineralienindustrie im Jahr 2024 mehr als 4 Billionen US-Dollar zur US-Wirtschaft beitrug.

Das Modell durchspielte über 1.200 Störungsszenarien für 84 Mineralien in 402 Branchen und identifizierte Samarium, Rhodium, Lutetium, Terbium und Dysprosium als die Knotenpunkte mit dem höchsten wirtschaftlichen Risiko. Während die meisten wahrscheinlichkeitsgewichteten Schocks das BIP nur geringfügig beeinträchtigen würden, kann eine plötzliche Unterbrechung einer einzigen Inputquelle Auswirkungen auf gesamte Wertschöpfungsketten haben, einschließlich Halbleiter und Verteidigung.

Die Reaktion der Industrie unterstreicht die Bedeutung dieser Frage. Rich Nolan, Vorsitzender der National Mining Association, begrüßte die Ergänzungen als im Einklang mit dem Ausbau der Infrastruktur, den Sicherheitsanforderungen und der technologischen Führungsrolle der USA stehend. Er argumentierte auch, dass die Politik für „kritische” Mineralien auf alle im Inland abgebauten Materialien ausgedehnt werden sollte, und wies darauf hin, wie häufig wichtige Elemente gemeinsam produziert werden und wie schnell die Technologie die Nachfrage erneuert.

Fazit: Wenn Kupfer, Silber und Kaliumkarbonat in die endgültige Liste aufgenommen werden, ist mit einer freundlicheren Haltung der Bundesregierung gegenüber Projekten im Zusammenhang mit Elektrifizierung, Netzmodernisierung, Düngemitteln und fortschrittlichen Materialien zu rechnen, was möglicherweise zu kürzeren Zeitplänen und einem breiteren Zugang zu Anreizen für Minenwerte, Recyclingunternehmen und Verarbeiter führen könnte. Der nächste Katalysator ist die derzeit laufende Kommentierungsfrist im Federal Register; das Ministerium plant, die Liste nach Prüfung der Rückmeldungen fertigzustellen.

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