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Schon vor längerem hat die kanadische Aurora Solar Technologies (WKN A14T2F / TSXV ACU) beschlossen, sich nicht auf das Geschäft mit seinen Messgeräten für die Solarzellenproduktion zu beschränken. Stattdessen hat man ein Software-Produkt namens Insight entwickelt, das ebenfalls in diesem Bereich eingesetzt wird, um gleichbleibende, wiederkehrende Einnahmen erzielen zu können.

Erst im Dezember 2020 hatte Aurora dann eine strategische Partnerschaft über die Integration des Data-Science-Produkts Insight zur Optimierung der Solarzellenproduktionsleistung mit den Solarzellentestgeräten der deutschen WAVELABS gemeldet. Laut Aurora wurde das Insight-Produkt als innovative Plattform konzipiert, um die Produktionsausbeute von Solarzellen zu maximieren, woran WAVELABS großes Interesse bekundete.

Seitdem hat Aurora nun die Entwicklung der für den Markteintritt gedachten Version von Insight namens „Insight Essentials“ abgeschlossen. Man ist bereits im fortgeschrittenen Einführungsstadium von Insight Essentials bei einem Hauptkunden, wobei erst einmal die Wirksamkeit sowie der Nutzen des Produkts bewertet und bestätigt werden sollen. Installation und Inbetriebnahme für diesen Zweck, so Aurora, sollen noch dieses Quartal erfolgen. Ist die Markteinführungsphase abgeschlossen, geht man davon aus, die Vermarktung des Produkts zu beginnen und es an einen oder mehrere weitere Kunden auszuliefern. Natürlich unter der Einschränkung, dass eine Lockerung der internationalen Reisebeschränkungen in den kommenden Monaten dafür nötig wäre.

Was die Auslieferung der DMTM-Messsystem anging, so konnte Aurora 2019 und 2020 erstmal eine große Anzahl dieser Geräte an zahlreiche Kunden in China ausliefern. Diese neuen Installationen in China brachten aber ihre eigenen Herausforderungen mit sich, um die Anforderungen an die Produktleistung zu erfüllen, die mit je nach Standort variierenden Herstellungsparametern neuer Kunden verbunden sind. Hinzu kamen Reisebeschränkungen auf Grund der Corona-Pandemie, die verhinderten, dass die Experten des Unternehmens Zugang zu diesen Standorten erlangten, sodass sich Systeminbetriebnahme und Abnahmetests verzögerten.

Trotz verschiedener Maßnahmen, um dieses Problem zu umgehen, so Aurora, könnten sich die Verzögerungen auf das Kundengeschäft niederschlagen und somit auf den Eingang von Restzahlungen, die mit einer erfolgreichen Inbetriebnahme verbunden sind. Möglicherweise könnte auch das Potenzial für Produktrückgaben steigen. Aktuell, so das Unternehmen weiter, sei es schwierig, die Situation vernünftig einzuschätzen. Selbstverständlich kann man in dieser Lage nicht garantieren, dass Auroras Geschäft nicht durch die Covid-19-Pandemie und die Entscheidungen der Kunden zur Produkteinführung beeinträchtigt wird.

Ausrichtung auf neue Solarzellen-Technologie

Dabei richtet sich Aurora aber auch schon auf den Einsatz von DM-Produkten in der nächsten Generation von Solarzellentechnologiens aus, insbesondere in so genannten „HJT - und „TOPCon“-Techniken. Dabei handelt es sich um die aussichtsreichsten Kandidaten für die nächste Generation der Solarzellendesigns für die Serienfertigung und Verwendung. HJT steht für „Heterojunction Technology" und TOPCon steht für „Tunnel Oxide Passivated Contacts". Diese Technologien versprechen jeweils eine relative Effizienzverbesserung von 4% oder mehr gegenüber der etablierten PERC-Technologie und werden bereits bei führenden Solarzellenherstellern in Pilot- oder Serienproduktion eingesetzt.

Und die geschützte Infrarot-Reflektometrie-Sensortechnologie, die in Auroras DM-Produkten verwendet wird, bietet laut dem Unternehmen einzigartige Vorteile für die Messung qualitätsbezogener Eigenschaften während der Herstellung von HJT- und TOPCon-Zellen. Bei beiden Zelltechnologien müssen leitende Schichten unabhängig von ähnlichen benachbarten Materialien gemessen werden, was mit anderen in der Produktion verwendeten Messtechniken nicht möglich ist. Darüber hinaus kann die DM-Technologie von Aurora auf einzigartige Weise gleichzeitig sowohl die Leitfähigkeit als auch die Dicke bestimmter HJT-Elemente messen, was sonst zwei separate Messungen erfordern würde.

Aurora hat bereits DM-Systeme in einer von einem führenden Solarzellenhersteller in China betriebenen HJT-Produktionsstätte installiert, die akzeptiert wurden und jetzt in Betrieb sind. Aktuell führt man bereits Vor-Kauf Evaluationen an TOPCon mit einem anderen bestehenden Großkunden außerhalb Chinas durch.

Wiederverkaufsvereinbarung

Darüber hinaus hat Aurora Solar eine Vereinbarung zur Produktwiedervermarktung mit Xiamen UMS Information Technology (UMS) abgeschlossen, einem in China ansässigen Anbieter von Informationssystemen für Industrie 4.0 „Smart Factory“-Automatisierung und Betrieb. UMS war schon in der Vergangenheit als Wiederverkäufer von Auroras DM-Produkte tätig, einschließlich Einheiten, die in China installiert und akzeptiert wurden.

Die Vereinbarung umfasst unter anderem folgende Elemente:

- Zurückbehaltung mehrerer DM-Systeme durch UMS für Kundenbewertungs- und Demonstrationszwecke aus einer Volumenbestellung, die ein früherer Endbenutzer aufgrund von Komplikationen mit der zugrunde liegenden Fertigungsanwendung nicht annimmt
- Verpflichtungen zur Wiedervermarktung der verbleibenden DM-Systeme aus dieser Summe und
- Entwicklung einer robusten Vertriebsallianz für Auroras DM- und neue Insight-Produkte.

Für den Fall, dass die verbleibenden DM-Systeme nicht bis zum 30. September 2021 weiterverkauft werden können, beträgt gemäß dieser Vereinbarung mit UMS die maximale finanzielle Verpflichtung des Unternehmens, diese Systeme für sein eigenes Inventar zurückzukaufen ca. 200.000 USD. Das Unternehmen erwartet, dass diese Systeme im nächsten Kaufzyklus für die Erweiterung von Solarzellenanlagen im Laufe des Kalenders 2021 weiterverkauft werden. Aurora erwartet, dass diese strategische Partnerschaft mit UMS unsere Bemühungen in China verstärken wird, insbesondere angesichts der kurzfristigen Einschränkungen im Zusammenhang mit der Covid- 19-Pandemie.

Fazit:

Auch an Aurora Solar geht die COVID19-Krise nicht spurlos vorbei. Dennoch dürfte das Geschäft des Unternehmens unserer Ansicht nach mittel- bis langfristig auch diese Hürde nehmen können – insbesondere sollte die DM-Technik auch bei den neusten Technologien zur Solarzellenherstellung greifen und sich die Insight-Software durchsetzen. Natürlich ist Aurora nach wie vor eine riskante Spekulation, das sollten Anleger immer bedenken.

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Gemäß §34b WpHG und gemäß Paragraph 48f Absatz 5 BörseG (Österreich) möchten wir darauf hinweisen, dass Auftraggeber, Partner, Autoren und Mitarbeiter der GOLDINVEST Consulting GmbH Aktien der Aurora Solar Technologies halten oder halten können und somit ein möglicher Interessenskonflikt besteht. Wir können außerdem nicht ausschließen, dass andere Börsenbriefe, Medien oder Research-Firmen die von uns empfohlenen Werte im gleichen Zeitraum besprechen. Daher kann es in diesem Zeitraum zur symmetrischen Informations- und Meinungsgenerierung kommen. Ferner besteht zwischen einer dritten Partei, die im Lager der Aurora Solar Technologies steht, und der GOLDINVEST Consulting GmbH ein Beratungs- oder sonstiger Dienstleistungsvertrag, womit ein Interessenkonflikt gegeben ist, zumal diese dritte Partei die GOLDINVEST Consulting GmbH für die Berichterstattung zu Aurora Solar Technologies entgeltlich entlohnt. Diese dritte Partei kann ebenfalls Aktien des Emittenten halten, verkaufen oder kaufen und würde so von einem Kursanstieg der Aktien von Aurora Solar Technologies profitieren. Dies ist ein weiterer, eindeutiger Interessenkonflikt.