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Es sieht nicht so aus, als würde der Verkaufsdruck bei Aurora Cannabis (WKN A12GS7 / NYSE ACB) so schnell nachlassen. Die Aktie notiert derzeit bei 5,57 USD und damit hat sie seit dem Hoch aus diesem März bald fast die Hälfte an Wert verloren. Fast die gesamten Gewinne des Jahres bisher sind dahingeschmolzen.

Und das, obwohl Aurora eigentlich einen guten Monat hatte. Das Unternehmen lieferte positive, vorläufige Zahlen für sein zweites Quartal und scheint auch die Bilanz aufgebessert zu haben. Und dennoch scheinen die Anleger nur auf den Verkaufsknopf zu drücken. Das könnte darauf hindeuten, dass Aurora langfristig wieder interessant ist. Es scheint aber auch zu zeigen, dass die Stimmung der Anleger gegenüber dem Cannabis-Sektor so schlecht ist, dass Aurora und die gesamte Branche erst einmal noch Abwärtspotenzial haben.

Auf jeden Fall scheinen die vorläufigen Zahlen eigentlich positiv. Die Cannabis-Gesellschaft schätzt, dass der Umsatz zwischen 100 und 107 Mio. CAD liegen wird, was ein Anstieg von 57 bis 64% gegenüber dem Vorquartal wäre. Der Netto-Cannabisabsatz soll zwischen 90 und 95 Mio. CAD liegen, was ein solides, organisches Wachstum andeutet. Die Produktion soll laut Aurora am oberen Ende der Prognosespanne von 25.000 bis 30.000 Kilogramm liegen.

Was die Rentabilität angeht, sind die Prognosen nicht ganz so gut. Aurora erklärte, dass sich das Unternehmen weiterhin auf dem Weg zu einem positiven, bereinigten EBITDA befinde, insbesondere aus dem Cannabis-Geschäft. Das bedeutet allerdings wohl eher nicht, dass das Unternehmen schwarze Zahlen schreiben wird – nicht einmal auf EBITDA-Basis.

Insbesondere im Vergleich zu den Zahlen von Branchenführer Canopy Growth (WKN A140QA) sehen diese Zahlen aber eigentlich nicht so schlecht aus. Canopy nämlich meldete im Quartalsvergleich einen Umsatzrückgang – und einen Milliardenverlust – und laut Bloomberg erklärte daraufhin ein Analystenhaus, dass Canopy wohl die Marktführerschaft in Kanada an Aurora verloren habe.

Aurora hingegen scheint auf dem besten Weg zu sein, um wie Aphria (WKN A12HM0) den Weg in Richtung schwarze Zahlen einzuschlagen. Das spiegelte sich auch in einem Anstieg von rund 10% nach Veröffentlichung der Zahlen wider, doch wurde der Gewinn an den nächsten sechs Handelstagen wieder aufgefressen.

Im Anschluss konnte Aurora seine Kreditlinie von bereits 200 Mio. CAD noch einmal um 160 Mio. CAD erhöhen. Auch das sind eigentlich gute Neuigkeiten. Das Unternehmen hat eine Wandelanleihe ausstehen, die im März fällig wird. Und angesichts des schwachen Aktienkurses dürfte diese in bar und nicht in Aktien zurückgezahlt werden.

Bislang schien es unwahrscheinlich, dass Aurora die Anleihe zurückzahlen könnte, da immer mehr Cash für die Zahlungen der bestehenden Kreditlinie zurückgestellt werden musste und der freie Cashflow bis mindestens Anfang des kommenden Jahres negativ bleiben dürfte. Die Sorge, dass das Unternehmen weitere Aktien ausgeben würde, um das notwenige Kapital aufzunehmen, dürfte nach der Erweiterung des Kreditrahmens nun vom Tisch sein.

Nach Rückzahlung der Anleihe könnte man den freien Cashflow dann so entwickeln, dass der Kredit, der im August 2021 fällig wird, zurückgezahlt werden kann. Oder das Fälligkeitsdatum wird nach hinten verschoben, sodass man Akquisitionen oder internes Wachstum finanzieren könnte.

All das änderte aber nichts daran, dass die Aurora-Aktie weiter fiel. Ein Grund dürfte die Stimmung in der Cannabis-Branche sein. Quasi alle Großen des Sektors mussten in den letzten Monaten gewaltig Federn lassen. Dazu gehörten auch Cronos Group (WKN A2DMQY) und Tilray (WKN A2JQSC). Eigentlich jede Cannabis-Aktie ist zuletzt unter die Räder gekommen. Bleibt also nur abzuwarten, dass zumindest einmal ein Boden gefunden wird.

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