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Erst vor Kurzem hatte die Nanotechgesellschaft Sixth Wave Innovations (WKN A2PK5X / CSE SIXW) die geplante AMIPs-Technologie zur Patentanmeldung eingereicht. Darin ging es um die MIP-Technologie (Molecularly Imprinted Polymers, molekular geprägte Polymere) des Unternehmens und der daraus zu entwickelnden AMIPs-Plattform (Accelerated Detection MIPs, MIPs zur Schnellerkennung) zur Erkennung von Viren (das Corona-Virus eingeschlossen). Nun reicht Sixth Wave ein zweites Patent ein, wobei es um mögliche Geräte, Verabreichungssysteme und Instrumente zum schnellen Nachweis von Viren wie dem mit COVID-19 assoziierten Virus geht.

Die Patentanmeldung mit der Nummer 63/010,244 (The Use of Molecularly Imprinted Polymers for the Rapid Detection of Emerging Viral Outbreaks Patent) umfasst zahlreiche Geräte, die eben die MIPs- bzw. AMIPs-Technologiedes Unternehmens verwenden sollen. Dabei denkt man an Gerätschaften, um Proben aus mehreren Quellen zu entnehmen, einschließlich einzelner Patienten, aus der Luft- und Wasserversorgung und von üblichen alltäglichen Kontaktflächen, auf denen das Virus überleben kann. Schlussendlich hofft Sixth Wave, so Produkte zu entwickeln, die wenige Minuten (!) nach Entnahme einer Probe einen Warnindikator (zum Beispiel einen visuellen kolorimetrischen Indikator oder ein akustischer Alarm) liefern können.

Potenzielle Einsatzgebiete für AMIPs-Geräte

Der Patentanmeldung lässt sich entnehmen, dass Sixth Wave zahlreiche verschiedene Einsatzmöglichkeiten für die AMIPs-Technologie in Betracht zieht. Dazu gehören:

•    Mikrotiterplatten – Rachenabstriche bei Patienten in Kombination mit Mikrotiterplatten-Systemen zur Verwendung mit AMIPs-Medien.

•    Gesichtsmasken - die Technologie kann in eine Maske integriert werden, die von Personen getragen wird, die entweder Symptome einer Virusinfektion aufweisen oder asymptomatisch sind. Wenn die Person in die Maske einatmet, würde die Ansammlung des Virus auf dem Detektionsmedium dazu führen, dass die Maske die Farbe ändert, was das Vorhandensein des Virus anzeigt. Dies könnte die Diagnose bei Patienten ermöglichen, während sie buchstäblich darauf warten, von medizinischem Fachpersonal gesehen zu werden.

•    Atemtestgeräte - konzipiert, um Personen schnell und effektiv zu diagnostizieren, indem der Atem aufgefangen und untersucht wird. Ähnlich wie bei Alkoholerkennungsgeräten, die von Nichtfachleuten oder von der betroffenen Person selbst gehandhabt werden können. Eine solche Anwendung könnte als Teil der Sicherheitsüberprüfung im Flughafen, beim An-Bord- und Von-Bord-Gehen der Kreuzfahrtschiffe und in anderen öffentlichen Verkehrsmitteln verwendet werden.

•    Virenerkennungstücher - Handwischtücher zur Erkennung von Viren auf Kontaktflächen mithilfe einer Farbreaktion. Das Unternehmen hat zuvor ein Detektionstuch zum Nachweis explosiver Produkte entwickelt und eingesetzt, die bei Kontakt mit explosivem Material ihre Farbe ändern würden.

•    Luftreinigung - MIPs-basierte Technologien können hochwirksam beim Nachweis von Zielmolekülen sein, die in Wasser und anderen wässrigen Medien suspendiert sind. Herkömmliche Luftzirkulations- und Klimaanlagen, die in öffentlichen Räumen Luftfeuchtigkeit extrahieren und anreichern, bieten die Möglichkeit der AMIPs-Analyse. Potenziell nützlich in Passagierflugzeugen, Kreuzfahrtschiffe, öffentlichen Verkehrsmitteln, Automobilen, Einrichtungen für betreutes Wohnen, öffentlichen und privaten Gebäuden, Wohnhäuser und überall dort, wo rekursive Luftzirkulations- und Versorgungssysteme eingesetzt werden. Eine hörbare Komponente, ähnlich einem Rauchmelder und anderem öffentlichen Frühwarnton, kann so konfiguriert werden, dass sie ertönt, wenn eine luftübertragene Bedrohung erkannt wird, was eine Räumung und Sanierung öffentlicher Bereiche erlaubt.

•    Wasseraufbereitung - die Technologie kann möglicherweise in Wasseraufbereitungsgeräten und Systemen verwendet werden, die mit der Detektionstechnologie infundiert sind. Dies wäre nützlich beim Nachweis und der Entfernung von Zielmolekülen in der privaten und öffentlichen Wasserversorgung.

Sixth Wave Innovations hat noch keinerlei funktionelle Prototypen zum Virusnachweis entwickelt, wie sie im vorliegenden Patent beschriebenen werden. Das Unternehmen hat aber in der Vergangenheit ähnliche, erfolgreiche Produkte für andere Zielmoleküle entwickelt – zum Beispiel zur Sprengstofferkennung. Bevor es an die Entwicklung der geplanten AMIPs-Geräte gehen kann, muss Sixth Wave noch die Abschlusstests an der zugrunde liegenden AMIPs-Technologie, die aktuell entwickelt wird, erfolgreich beenden. Das Unternehmen arbeitet dabei aktiv mit mehreren strategischen Partnern zusammen, um die Produktentwicklung zu unterstützen, und hat sowohl in den USA als auch in Kanada staatliche Zuschüsse beantragt, um die Entwicklung und Zertifizierung von AMIP-Produkten zu beschleunigen.

Sobald die Entwicklung abgeschlossen ist, wird Sixth Wave die Zulassung bei FDA (USA), Health Canada und anderen staatlichen Behörden beantragen.

Vorteile gegenüber anderen Erkennungsmethoden

Sixth Wave ist der Überzeugung, dass die AMIPs-Technologie große Vorteile gegenüber anderen Virenerkennungsmethoden aufweist. Dr. Jonathan Gluckman erklärte: „Im Gegensatz zu den meisten Schnelltests soll AMIPs den Virus selbst identifizieren und nicht zweitrangige Nebenprodukte wie Antikörper. Diese direkte Art der Identifizierung hat einen klaren Zeitvorteil, da es Tage oder Wochen dauern kann, bis sich Antikörper im Wirt manifestieren. Es ist diese gefährliche Zeit, in der das Virus unbewusst verbreitet werden kann, die AMIPs füllen sollen – mit effektiver Erkennung und als Diagnostikwerkzeug. Die aktuelle COVID-19-Pandemie hat zudem einzigartige Eigenschaften, da ein relativ großer Teil der Infizierten keine Symptome aufweist. Alle Experten sind deshalb der Ansicht, dass häufige Tests im möglichst großen Umfang benötigt werden, um das Virus zu bekämpfen.

Die AMIPs-Technologie kann extrem praktisch und flexibel sein. Wenn sie perfektioniert ist, könnten AMIPs-Polymere potenziell in eine große Menge fester und flüssiger Medien eingebracht werden, eingeschlossen synthetische Fasern, Filtrationsmechanismen sowie Substanzen wie Papier und Stoff. Diese Flexibilität in Kombination mit dem Potenzial für Präzision, Treffergenauigkeit und Geschwindigkeit machen sie zu einer idealen Plattform zur Identifizierung von Viren. Zudem ist die Technologie auch zukunftstauglich, das sie wahrscheinlich einfach auf neue Viren angepasst werden kann, da die Bedrohung durch weitere Ausbrüche und die Mutation bekannter Viren anhält.“

Sixth Wave steht mit der AMIPs-Technologie noch ganz am Anfang und auch die jetzt zum Patent eingereichten Geräte, müssen natürlich noch entwickelt, hergestellt und zugelassen werden. Dennoch: Sollte sich die Technologie als einsatzfähig erweisen, könnte das unserer Ansicht nach große Bedeutung für das Unternehmen erlangen. Wir werden berichten wie es weitergeht!

In der Zwischenzeit arbeitet Sixth Wave daran das Geschäft mit seiner IXOS-Technologie zur Goldausbringung auszubauen. Dazu hatte man Anfang März eine neue Testpartnerschaft mit einem großen Goldproduzenten gemeldet. Im Interview mit GOLDINVEST.de erklärte Dr. Gluckman jetzt, dass es sich dabei um den Major Agnico Eagle Mines (WKN 860350) handelt! Man hoffe mit den gemeinsamen Arbeiten später zur Installation einer Pilotanlage auch bei Agnico zu kommen, nachdem Sixth Wave eine solche bei Kinross Gold (WKN A0DM94) bereits in Betrieb hat. Darüber hinaus sprach Dr. Gluckman auch über die Vertriebspartnerschaften mit Sumitomo Americas sowie der deutschen CyPlus GmbH!

SIXW Screen April2020

Sixth Wave hat über die „COVID“-Schnelltests hinaus zahlreiche, andere, aussichtsreiche Geschäftsfelder im Blick, konnte zum Beispiel zuletzt eine Vereinbarung über die Lieferung von mindestens drei Cannabis-Purifikationsmaschninen (Affinity-Technologie) melden. Wir sehen große Chancen für das Unternehmen, denen aber natürlich auch hohe Risiken gegenüberstehen. Dessen sollten sich interessierte Anleger stets bewusst sein.

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Gemäß §34b WpHG und gemäß Paragraph 48f Absatz 5 BörseG (Österreich) möchten wir darauf hinweisen, dass Auftraggeber, Partner, Autoren und/oder Mitarbeiter der GOLDINVEST Consulting GmbH Aktien der Sixth Wave Innovations halten und somit ein Interessenskonflikt besteht. Wir können außerdem nicht ausschließen, dass andere Börsenbriefe, Medien oder Research-Firmen die von uns besprochenen Werte im gleichen Zeitraum besprechen. Daher kann es in diesem Zeitraum zur symmetrischen Informations- und Meinungsgenerierung kommen. Ferner besteht zwischen der GOLDINVEST Consulting GmbH und einer dritten Partei, die im Lager des Emittenten (Sixth Wave Innovations) steht, ein Beratungs- oder sonstiger Dienstleistungsvertrag, womit ein Interessenkonflikt gegeben ist, zumal diese dritte Partei die GOLDINVEST Consulting GmbH entgeltlich für die Berichterstattung zu Sixth Wave Innovations entlohnt. Diese dritte Partei kann ebenfalls Aktien des Emittenten halten, verkaufen oder kaufen und würde so von einem Kursanstieg der Aktien von Sixth Wave Innovations profitieren. Dies ist ein weiterer Interessenkonflikt.