Aztec Minerals (WKN A2DRF0 / TSXV AZT) baut die laufenden Explorationsarbeiten auf dem Tombstone-Projekt weiter aus. Wie das Unternehmen mitteilt, hat das Managementkomitee des Joint Ventures auf der Liegenschaft eine zusätzliche Erweiterung des aktuellen Bohrprogramms um 4.500 Meter an so genannten Rückspülbohrungen (Reverse Circulation / RC) beschlossen. Damit steigt das seit Juni 2025 laufende Programm auf insgesamt rund 17.000 Meter aus Kern- und RC-Bohrungen. Vorgesehen sind nun etwa 14.200 Meter RC-Bohrungen und 2.800 Meter Kernbohrungen.
Für die neu genehmigte Erweiterung stellt das Joint Venture ein zusätzliches Budget von 1,7 Millionen CAD bereit. Die Mittel sollen auf mehrere Zielgebiete auf dem Projekt verteilt werden, darunter Westside, Hard-up, Ingersoll, East Contention, Southeast Contention, Central Contention und North Contention. Im Mittelpunkt dieser zusätzlichen, vergleichsweise flachen RC-Bohrungen steht oxidierte Gold-Silber-Mineralisierung. Damit setzt Aztec seine Strategie fort, vor allem die oberflächennahe Vererzungszonen auf dem Projekt systematisch weiter zu erkunden.
Aztec Minerals richtet den Fokus auf zusätzliche Oxid-Ziele
Die Ausweitung des Programms unterstreicht, dass das Tombstone-Projekt für Aztec weiterhin im Zentrum der laufenden Arbeiten steht. Die zusätzlichen Bohrmeter sollen vor allem dort eingesetzt werden, wo das Unternehmen bereits weitere oxidierte Gold-Silber-Vererzung vermutet. Gerade flach lagernde oder oberflächennahe Zonen stehen dabei im Fokus, da sie sich mit RC-Bohrungen vergleichsweise effizient testen lassen.
Die Entscheidung zur Programmerweiterung fällt in eine Phase, in der das seit Mitte 2025 laufende Bohrprogramm ohnehin bereits umfangreich angelegt war. Mit nun insgesamt rund 17.000 Metern erreicht das Projekt eine Größenordnung, die sowohl die Weiterentwicklung bekannter Zielgebiete als auch die Überprüfung zusätzlicher geologischer Konzepte erlaubt. Für den Markt ist das insofern relevant, als das Unternehmen damit weitere Daten zur Ausdehnung und Verteilung der Gold- und Silbermineralisierung auf dem Tombstone-Projekt gewinnen wird.
Geophysik soll verborgene Sulfid-Ziele unterhalb des Oxidsystems schärfen
Parallel zur Ausweitung der Bohrungen hat Aztec den Start von elektromagnetischen Bohrlochmessungen angekündigt. Diese sogenannten Downhole-EM-Untersuchungen sollen in drei Kernbohrlöchern auf dem Projekt durchgeführt werden. Dazu zählen das kürzlich abgeschlossene Bohrloch TC25-3 im nördlichen Teil der Liegenschaft, TC25-4, das auf das südöstliche NSAMT-Ziel angesetzt wurde, sowie TC26-2, das derzeit im südwestlichen NSAMT-Ziel gebohrt wird.
Mit der Durchführung der Messungen, die im März stattfinden sollen, wurde Zonge International beauftragt. Ziel dieser geophysikalischen Untersuchungen ist es, zusätzliche Daten für die Eingrenzung möglicher massiver Sulfidmineralisierung zu gewinnen. Nach Angaben des Unternehmens könnten solche Sulfidkörper unterhalb der flach liegenden Sedimente der Bisbee-Gruppe auftreten, in denen das bisher bekannte oxidierte Gold-Silber-System auf dem Tombstone-Projekt lagert.
Für Aztec ergänzt die Geophysik damit die laufenden Bohrarbeiten um einen zweiten wichtigen Baustein. Während die RC-Bohrungen vor allem auf die oberflächennahe Oxidmineralisierung zielen, sollen die EM-Messungen zusätzliche Hinweise auf tiefer liegende mineralisierte Zonen liefern.
Tombstone-Projekt deckt großen Teil eines historischen Silberdistrikts ab
Das Tombstone-Projekt von Aztec Minerals umfasst 33 patentierte und 73 nicht patentierte Claims mit einer Fläche von 663 Hektar beziehungsweise 1.639 Acres. Die Liegenschaft deckt einen großen Teil des historischen Silberbergbaudistrikts Tombstone ab. Das Projekt profitiert laut Mitteilung zudem von guter Infrastruktur, Straßenanbindung sowie verfügbarer Versorgung mit Wasser und Strom.
Der historische Distrikt brachte zwischen 1878 und 1939 nach Unternehmensangaben 32 Millionen Unzen Silber und 250.000 Unzen Gold hervor. Die Förderung erfolgte aus hochgradigen, oxidierten Silber-Gold-Blei-Zink-Kupfer-Gängen, Brekzien und CRD-Lagerstätten. Hinzu kam in den späten 1980er-Jahren eine kleinere Produktion im Tagebau mit Heap-Leach-Verfahren. Diese historische Grundlage liefert den geologischen Rahmen für die heutigen Arbeiten von Aztec Minerals.
Das Unternehmen verweist zudem darauf, dass die eigenen Bohrungen aus den Jahren 2020 bis 2025 gezeigt hätten, dass das Zielgebiet Contention Pit eine bedeutende, oberflächennahe oxidierte Gold-Silber-Mineralisierung mit Bulk-Tonnage-Charakter aufweist, die in alle Richtungen offen ist. Darüber hinaus hebt Aztec weitere aussichtsreiche Zielgebiete in kreidezeitlichen und paläozoischen Gesteinen hervor. Diese stehen demnach im Zusammenhang mit größeren nordwestlich und nordnordöstlich verlaufenden Strukturen sowie porphyrischen Intrusionen, die eine mögliche Calderaring-Struktur durchschneiden.
Mit der jetzt beschlossenen Erweiterung des Bohrprogramms und dem Start zusätzlicher geophysikalischer Messungen verfolgt Aztec Minerals damit auf dem Tombstone-Projekt zwei parallele Ansätze: die weitere Abgrenzung der bekannten oxidierten Gold-Silber-Mineralisierung in mehreren Zielbereichen und die Suche nach möglichen tieferliegenden massiven Sulfidzonen. Man darf gespannt sein.