Das kanadische Explorationsunternehmen Aztec Minerals (TSXV: AZT, FSE: AZ3, WKN: A2DRF0) hat die ersten Ergebnisse aus dem diesjährigen RC-Bohrprogramm (Reverse Circulation) auf seinem Tombstone-Projekt im Südosten Arizonas vorgelegt – und die Ergebnisse bestätigen das große Potenzial des historischen Silberbezirks.
Im Fokus steht derzeit die südliche Erweiterung der sogenannten Contention-Zone. Dort lieferte Bohrloch TR25-03 einen besonders bemerkenswerten Treffer: Über 6,08 Meter wurde ein Gehalt von 253 Gramm Silber pro Tonne (g/t) und 2,26 g/t Gold gemessen. Das entspricht 456,6 g/t Silberäquivalent (AgEq), basierend auf einem Umrechnungsverhältnis von 90:1 (Silber zu Gold). Dieser Abschnitt ist Teil einer größeren mineralisierten Zone von 50,3 Metern mit durchschnittlich 89,7 g/t AgEq, die bereits in einer Tiefe von 67 Metern beginnt.
Weitere Bohrungen bestätigen eine anhaltende Mineralisierung über teils beachtliche Längen. So lieferte TR25-02 mehrere Zonen, darunter 28,9 Meter mit 27,6 g/t AgEq und weitere Abschnitte mit 11,6 bzw. 12,9 g/t AgEq. Die beiden sogenannten Precollar-Löcher TC25-01 und TC25-02, die später als Kernbohrungen fortgeführt werden, ergaben bereits in der RC-Vorphase 22,9 Meter mit 39,4 g/t AgEq bzw. 62,5 Meter mit 40,7 g/t AgEq.
Laut Aztec handelt es sich bei allen genannten Längen um scheinbare Mächtigkeiten. Die tatsächlichen wahren Mächtigkeiten können, abhängig vom Einfallswinkel der Lagerstätte, zwischen 30 % und 100 % dieser Werte betragen.

Zweites Bohrgerät im Einsatz für tiefere CRD-Ziele
Neben den Ergebnissen der ersten fünf RC-Bohrlöcher kündigte Aztec Minerals auch den Einsatz eines zweiten Bohrgeräts an. Dieses Core-Rig soll erstmals die tieferliegenden Karbonat-Ersatzlagerstätten (CRD)-Ziele anbohren, die unterhalb der oberflächennahen Gold-Silber-Oxidmineralisierung vermutet werden. Grundlage hierfür sind frühere geophysikalische Messungen (NSAMT), die großflächige, leitfähige Strukturen unter dem historischen Bergbaugebiet angezeigt haben.
CEO Simon Dyakowski zeigte sich optimistisch: Die hochgradigen Treffer in der südlichen Erweiterung stünden in der Tradition der historischen Spitzengehalte, für die Tombstone bekannt ist. TR25-03 liegt rund 50 Meter nördlich der bisher höchsten Silberabschnitte, die Aztec 2024 in TR24-16 erbohrte. Das geologische Modell werde durch die neuen Ergebnisse bestätigt, und der südliche Ausläufer der Contention-Struktur sei noch längst nicht abgegrenzt.
Die bisherigen Bohrungen deuten darauf hin, dass die Quarz-Feldspat-Porphyr-Dykes (Qfp) als wichtige Transportkanäle für mineralisierende Fluide dienen. Unterschiede in Mächtigkeit und Mineralgehalt dieser Dykes sowie tektonische Versätze im Bereich der Contention-Störungszone könnten eine Schlüsselrolle für die Verteilung der Erze spielen.
Historischer Silberbezirk mit neuem Potenzial
Das Tombstone-Projekt liegt etwa 100 Kilometer südöstlich von Tucson, Arizona, und deckt einen großen Teil des historischen Silberdistrikts ab. Zwischen 1878 und 1939 wurden hier schätzungsweise 32 Millionen Unzen Silber und 250.000 Unzen Gold gefördert – vor allem aus hochgradigen, oxidierten Silber-Gold-Adern, Brekzienkörpern und CRD-Lagerstätten. Aztec hält 85 % an dem Joint Venture, das neben den historischen Abbaugebieten auch neu erworbene Flächen umfasst.
Seit 2020 hat Aztec das Gebiet systematisch mit einem „Fächer-Raster“-Bohrmuster untersucht, um die Ausdehnung der oberflächennahen Mineralisierung zu kartieren und neue Zielzonen zu definieren. Das diesjährige Programm sieht insgesamt 10 RC-Bohrungen (1.832,3 Meter) sowie mehrere Kernbohrungen vor. Ziel ist es, die bekannten Zonen seitlich (nach Westen, Norden und Süden) sowie in die Tiefe auszudehnen, neue Zielbereiche wie den Westbereich erstmalig zu testen und die vermuteten CRD-Strukturen unterhalb des Oxidbereichs direkt zu erkunden.
Die bisherigen Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Mineralisierung im Bereich der Contention-Zone weiterhin offen in alle Richtungen und in der Tiefe ist. Sollte sich das Potenzial bestätigen, könnte Tombstone nicht nur an seine historische Bedeutung anknüpfen, sondern eine neue Phase wirtschaftlicher Erschließung erleben – diesmal mit moderner Explorationstechnologie und einem klaren Fokus auf großvolumige, oberflächennahe Lagerstätten in Kombination mit tieferliegenden, hochgradigen CRD-Vorkommen.