Aztec Minerals (TSX-V: AZT, OTCQB: AZZTF; WKN: A2DRF0) hat weitere Ergebnisse aus seinem laufenden RC-Bohrprogramm 2025/26 auf dem Tombstone-Projekt im Südosten von Arizona vorgelegt. Im Mittelpunkt der aktuellen Meldung stehen fünf zusätzliche Reverse-Circulation-Bohrungen (RC), die nach Angaben des Unternehmens mehrere breite Abschnitte mit oxidischer Gold-Silber-Mineralisierung durchschnitten haben. Besonders wichtig: Step-out-Bohrungen sollen die bislang getrennt betrachteten Zielbereiche „Contention“ und „Westside“ geologisch miteinander verknüpfen und das mineralisierte System seitlich deutlich erweitern.
Aztec Minerals (TSX-V: AZT; OTCQB: AZZTF) berichtet, dass im Rahmen des Programms bislang 53 RC-Bohrungen sowie fünf Kernbohrungen abgeschlossen wurden. 13 weitere RC-Löcher seien zwar gebohrt, aber noch nicht final ausgewertet. Die jetzt veröffentlichten Resultate stammen aus den letzten fünf RC-Bohrungen des Jahres 2025 und konzentrieren sich auf den südlichen Teil der Contention-Zone sowie auf Ziele im Westside-Gebiet.
Aztec Minerals: Step-out-Bohrung verbindet Contention Main und Westside
Als Schlüsselbohrung hebt Aztec Minerals TR25-34 hervor. Das Loch wurde im nördlichen Teil des Projekts niedergebracht und sollte als Step-out sowohl in Richtung Westside als auch zurück zur Hauptzone „Contention Main“ aufschließen. Nach Unternehmensangaben hat TR25-34 mehrere mineralisierte Abschnitte von der Oberfläche bis nahe zum Bohrlochende geliefert. Das wichtigste Intervall liegt bei 40,2 Metern mit durchschnittlich 1,09 g/t AuEq (0,99 g/t Gold und 6,9 g/t Silber). Innerhalb dieser Zone wurde ein höhergradiger Teilabschnitt von 4,6 Metern mit 9,86 g/t AuEq (9,57 g/t Gold und 20,43 g/t Silber) ausgewiesen.
Für das Projekt ist diese Bohrung vor allem deshalb relevant, weil sie den Übergang zwischen den bekannten Strukturen der Contention-Zone und der Westside-Antiklinale stützen soll. Aztec Minerals spricht in diesem Zusammenhang von einer „Vereinigung“ der Zielbereiche, die zuvor eher als separate Zonen betrachtet wurden. Die Bohrung reichte bis 243,9 Meter Tiefe und enthält laut Unternehmen insgesamt fünf mineralisierte Abschnitte.
Auch TR25-33, gebohrt auf dem bislang nicht abgebauten Landstreifen zwischen den historischen Contention-Pits („Main“ und „South“), soll die Kontinuität entlang des mehr als einen Kilometer langen Trends unterstützen. Aztec Minerals meldet für TR25-33 mehrere oxidische Zonen, darunter 42,6 Meter mit 0,452 g/t AuEq (0,257 g/t Gold und 11,5 g/t Silber). Auffällig: Das Loch endet in Mineralisierung, was auf potenzielle Fortsetzungen in der Tiefe und nach Westen hindeutet.
Westside liefert breite Oxid-Intervalle – 250 Meter Step-out
Im Westside-Gebiet richtet sich der Blick insbesondere auf TR25-36. Aztec Minerals meldet hier 44,1 Meter mit 0,86 g/t AuEq (0,221 g/t Gold und 44,64 g/t Silber). Darin enthalten ist ein höhergradiger Abschnitt von 6,1 Metern mit 3,72 g/t AuEq (0,905 g/t Gold und 197,37 g/t Silber). Auch dieses Loch endete laut Unternehmen in Mineralisierung und sei „in alle Richtungen“ offen.
Bemerkenswert ist die Einordnung als Step-out: TR25-36 wurde mehr als 250 Meter westlich der bisherigen Bohrungen aus dem Jahr 2024 positioniert und gilt damit als deutliche seitliche Erweiterung des bekannten Systems. Zusammen mit TR25-35 und TR25-36 sieht Aztec Minerals eine Ausdehnung der bekannten Mineralisierung um rund 250 Meter. Daraus leitet das Unternehmen eine mögliche Mineralisierungsbreite von bis zu etwa 500 Metern in diesem Bereich ab – eine Aussage, die vor allem auf der räumlichen Verteilung der Step-out-Treffer basiert.
Alle fünf nun gemeldeten RC-Bohrungen haben nach Angaben von Aztec Minerals Gold- und Silbermineralisierung durchschnitten. Das Unternehmen weist zudem darauf hin, dass es sich bei den angegebenen Intervalllängen um „scheinbare Mächtigkeiten“ handelt; die tatsächlichen Mächtigkeiten können im Projektgebiet je nach Bohrwinkel und Geometrie zwischen 30% und 100% der gemeldeten Werte liegen.
Tombstone-Projekt 2025/26: RC-Bohrungen plus tiefe Kernbohrungen
Das Tombstone-Projekt liegt rund 100 Kilometer südöstlich von Tucson und umfasst einen großen Teil des historischen Tombstone-Silberdistrikts. Aztec Minerals hält nach eigenen Angaben 85% an dem Joint Venture, das sowohl patentierte als auch unpatentierte Claims abdeckt. Historisch wurde die Region vor allem für Silber bekannt; Aztec verweist auf historische Produktionszahlen von 32 Mio. Unzen Silber und 250.000 Unzen Gold (1878–1939), betont jedoch, diese historischen Angaben nicht selbst verifiziert zu haben.
Strategisch verfolgt Aztec Minerals im aktuellen Programm zwei Stoßrichtungen: Einerseits sollen die flach lagernden, oxidischen Gold-Silber-Zonen rund um den früheren Contention-Abbau durch RC-Bohrungen seitlich und in die Tiefe erweitert werden. Andererseits dienen RC-Vorbohrungen („pre-collars“) und Kernbohrungen der Prüfung tieferer Zielmodelle, die auf karbonatgebundene Lagerstättentypen (CRD) sowie Skarn- und Brekzienmineralisierung abzielen.
Zum Stand der Kernbohrungen berichtet Aztec Minerals, dass das tiefe Loch TC25-04 im südlichen NSAMT-Ziel (Natural-Source Audio-Frequency Magnetotellurics) bei 831,7 Metern Tiefe aufgrund instabiler Bohrlochbedingungen vorzeitig beendet werden musste. In diesem Loch wurden laut Unternehmen retrograde Exoskarns sowie hydrothermale Brekziengänge angetroffen; geochemische Analysen stehen noch aus. Das aktuell aktive Bohrloch TC26-02 teste ein NSAMT-Ziel im Südwesten und habe bereits Skarnbildung und Sulfide angeschnitten.
Abseits der Exploration meldete Aztec Minerals zudem eine Personalie: Adam Buchanan wurde per Beratungsvertrag als Director of Communications berufen. Der Vertrag läuft über drei Monate, sieht ein Honorar von 5.000 US-Dollar pro Monat sowie die Gewährung von 250.000 Aktienoptionen vor – vorbehaltlich der Genehmigung durch die TSX Venture Exchange.
Für das Tombstone-Projekt sind die neuen RC-Ergebnisse vor allem deshalb bedeutsam, weil sie die räumliche Verbindung der oxidischen Gold-Silber-Mineralisierung zwischen Contention und Westside stützen und zugleich Hinweise auf eine zunehmende Breite des Systems liefern. Parallel könnten die tiefen Kernbohrungen perspektivisch zusätzliche, bislang nur indirekt definierte Mineralisierungsstile unterhalb des historischen Distrikts untermauern – sobald die ausstehenden Analysen vorliegen.