Avanti Gold (WKN A3ECT4 / CSE AGC) hat neue Analyseergebnisse historischer Bohrungen vom Akyanga-Vorkommen auf dem Misisi-Projekt in der Demokratischen Republik Kongo vorgelegt. Die Daten bestätigen nach Angaben des Unternehmens eine robuste Kontinuität hochgradiger Goldmineralisierung nahe der Oberfläche und könnten die Grundlage für eine Ausweitung der bestehenden Ressource bilden.
Insgesamt wurden 1.496 Proben aus sieben historischen Diamantbohrungen mit einer Gesamtlänge von 1.629 Metern ausgewertet. Die Resultate zeigen insbesondere im südlichen Teil der Lagerstätte mehrere hochgradige Abschnitte entlang paralleler Quarzadern.
Zu den wichtigsten Treffern zählen unter anderem:
- 3,5 Meter mit 6,12 g/t Gold in Bohrloch MSDD136
- 12,7 Meter mit 4,60 g/t Gold in MSDD138
- 15,1 Meter mit 2,31 g/t Gold in MSDD139
Weitere Proben aus drei zusätzlichen Bohrlöchern befinden sich derzeit noch im Labor.
Akyanga bestätigt Potenzial für Ressourcenausbau
Nach Einschätzung von Avanti Gold untermauern die Ergebnisse das Wachstumspotenzial des Akyanga-Vorkommens. Besonders interessant sei die nach Süden einfallende, oberflächennahe Mineralisierung, die sich über mehrere Bohrungen hinweg nachvollziehen lasse.
Interims-CEO Mohamed Cisse verwies darauf, dass ein Teil der historischen Bohrkerne bislang nie analysiert worden war. Grund dafür seien frühere finanzielle Einschränkungen gewesen. Mit dem neuen Management habe man die ausstehenden Proben nun zügig auswerten können.
Die Daten sollen nun in ein aktualisiertes geologisches Modell einfließen, das die Planung des bevorstehenden Explorationsprogramms unterstützen soll. Vor allem Bohrloch MSDD136 habe mehrere eng gestapelte hochgradige Abschnitte zwischen etwa 100 und 250 Metern Tiefe geliefert.
Misisi-Projekt: Umfangreiche Goldressource bereits definiert
Das Misisi-Projekt liegt im Fizi-Territorium der Provinz South Kivu, rund 250 Kilometer südlich von Bukavu. Das zentral gelegene Akyanga-Vorkommen verfügt bereits über eine NI-43-101-konforme abgeleitete Ressource von:
- 40,8 Mio. Tonnen mit durchschnittlich 2,37 g/t Gold
- entsprechend rund 3,11 Mio. Unzen Gold
Diese Schätzung basiert auf knapp 20.000 Metern historischer Bohrungen. Die Mineralisierung ist sowohl in der Tiefe als auch entlang des Streichens weiterhin offen.
Wichtig ist: Die jetzt gemeldeten Analyseergebnisse waren noch nicht Bestandteil der Ressourcenschätzung von Juni 2023. Entsprechend sieht Avanti Gold hier zusätzliches Erweiterungspotenzial, insbesondere bei weiterführenden Definitionsbohrungen.
Geologisch wird das Gebiet von proterozoischen Metasedimenten dominiert. Die Goldvererzung steht in Zusammenhang mit gestapelten Quarzadern, die subparallel zur Schichtung verlaufen und strukturell kontrolliert sind.
Start des 2026er Bohrprogramms steht bevor
Parallel zu den neuen Analyseergebnissen treibt Avanti Gold die operative Planung voran. Vier Bohrgeräte befinden sich derzeit auf dem Weg zum Misisi-Projekt und sollen in Kürze eintreffen. Damit könnte das Phase-1-Explorationsprogramm wie geplant im März starten.
Für 2026 hat das Unternehmen ein zweistufiges Bohrprogramm mit insgesamt rund 42.000 Metern vorgesehen:
- Phase 1 (März–Juli 2026): ca. 15.000 Meter
- Phase 2 (ab Q3 2026): ca. 27.000 Meter
Der Schwerpunkt der ersten Phase liegt klar auf Akyanga sowie dem nahegelegenen Zielgebiet Akyanga East. Dort will Avanti Gold sowohl die Ressource erweitern als auch neue Bereiche definieren.
Phase 1 ist nach Unternehmensangaben vollständig finanziert. Parallel sollen erste Explorationsarbeiten auf weiteren Zielgebieten wie Ngalula, Tulonge, Lubitchako und Kilombwe erfolgen, um die zweite Bohrphase vorzubereiten.
Nächste Meilensteine im Fokus
Kurzfristig richtet sich der Blick auf mehrere operative Schritte. Neben dem Start des Phase-1-Programms erwartet Avanti Gold noch Analyseergebnisse aus drei verbliebenen historischen Bohrlöchern. Zudem sollen im Jahresverlauf fortlaufend Resultate aus den neuen Bohrkampagnen veröffentlicht werden.
Mit den nun vorliegenden Daten stärkt das Unternehmen die geologische Grundlage des Misisi-Projekts. Entscheidend wird sein, inwieweit die geplanten Bohrungen die Kontinuität der hochgradigen Zonen bestätigen und in eine vergrößerte Ressource überführen können.