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Cerro de Pasco Resources Inc. (CSE: CDPR; FRA: N8HP) hat die Ergebnisse einer ersten Ressourcenschätzung für die Halde Excelsior in Cerro de Pasco (Peru) bekannt gegeben. Danach enthält bereits ein Teil der polymetallischen Berghalde – untersucht wurde rund ein Drittel des Materials, das in mehr als 40 Jahren Minenbetrieb aufgehäuft wurde – 31,48 Mio. Unzen Silber sowie bedeutende Mengen an Zink (331.000 Tonnen) und Blei (139.000 Tonnen).

Die Halde Excelsior erstreckt sich über eine Fläche von 67,92 Hektar und enthält rund 70 Millionen Tonnen Material, das etwa zwischen den Jahren 1952 und 1996 aus der Tagegrube der weltbekannten Mine Cerro de Pasco gefördert wurde. Das polymetallische Metall wurde auf Halde gelegt, da die Gehalte zum damaligen Zeitraum als zu niedrig und daher unwirtschaftlich erachtet wurden. Für die Ressourcenschätzung wurden rund 23 Mio. Tonnen Material zugrunde gelegt, weil nur von diesem Teil der Berghalde ausreichend Daten vorhanden waren.

Diese erste Mineralressourcenschätzung bezieht sich auf den Anteil der Halde Excelsior, die sich innerhalb der zu 100 % unternehmenseigenen Bergbaukonzession El Metalurgista von CDPR befindet, und lautet wie folgt:

Mineralressourcenschätzung für die Halde Excelsior, Gültigkeitsdatum 31. August 2020

CDR Ressource 022021

Die Mineralressourcenschätzung wurde von CSA Global Consultants Canada Limited (CSA Global) durchgeführt. CDPR steuerte die geologische Interpretation sowie die Oberflächentopographie und weitere begleitende Berichte zur Modellierung bei. CSA Global hat das Modell und die zugrunde liegenden Daten geprüft. CSA Global aktualisierte auch die Dichte, Topografie und den NSR-Cutoff-Wert, die für die Berichterstattung der Mineralressourcen verwendet wurden.

Die erste Ressourcenschätzung beruht auf sechs Diamantbohrlöchern, die 2008 absolviert und in Intervallen von 2 Metern beprobt wurden. Außerdem wurden Mischproben aus rund 6 Meter Tiefe aus 146 Testgruben (Schürfgräben) entnommen. Zusätzlich wurden im Jahr 2009 74 RC-Bohrlöcher [Anm.: Bohrungen mit Umkehrspülung] in Intervallen von 2 Metern beprobt. Auch diese Ergebnisse sind in die Ressourcenschätzung eingeflossen. Insgesamt wurden für die Mineralressourcenschätzung 2.555 Proben verwendet: 2.191 aus den RC-Bohrlöchern, 207 aus den Diamantbohrlöchern und 146 aus den Testgruben. Die Proben wurden auf Kupfer, Blei, Zink und Bismut (in Prozent) sowie Silber (in Gramm pro Tonne) untersucht.

Die Berghalde von Cerro de Pasco

Abbildung 1: Die Berghalde von Cerro de Pasco mit ihren angeschlossenen Tailings gilt als die „größte überirdische Erzressoure der Welt“. Die gesamte Halde Excelsior wird auf rund 70 Mio. Tonnen geschätzt. In den Quiluacocha Tailings lagern geschätzt weitere rund 65 Mio. Tonnen vermahlenem Gestein aus mehr als 100 Jahren Bergbaugeschichte auf Cerro de Pasco.

Cerro de Pasco besitzt die Mineral Rights an der Excelsior Halde sowie an den Quiluacocha Tailings

Abbildung 2: Cerro de Pasco besitzt die „Mineral Rights“ an der Excelsior Halde sowie an den Quiluacocha Tailings. Die Dimensionen sind riesig: Halden und Tailings erstrecken sich über 3 Kilometer und sind bis zu einem Kilometer breit. Die Staubentwicklung der bleihaltigen Halden belastet die Luft und durch Regen gelangen fortwährend Säuren in den Boden. Cerro de Pasco Resources will Halden und Tailings wirtschaftlich nutzten und gleichzeitig die Altlasten für Mensch und Umwelt beseitigen.

Die Oberflächenrechte an der Halde Excelsior befinden sich in Besitz von Activos Mineros S.A.C. (AMSAC, einem im Juni 2006 gegründeten Unternehmen, das sich zu 100 % im Besitz der peruanischen Regierung befindet. CDPR hat beim Energie- und Bergbauministerium (MINEM) ein Verfahren in die Wege geleitet, um die Oberflächenrechte von AMSAC zu übernehmen oder eine vorübergehende Befugnis zur Nutzung der Rechte zu erlangen.

Cerro de Pasco Resources Inc. ist ein auf das Ressourcenmanagement spezialisiertes Unternehmen, das seit 2017 börsennotiert ist. Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle Halden, Berge, Bergbauabfälle und wesentlichen Ressourcen bei Cerro de Pasco in Peru zu behandeln und aufzuarbeiten. Das Unternehmen ist Eigentümer der Konzession El Metalurgista, die direkt an den Bergbaubetrieb Cerro de Pasco angrenzt und die Quiulacocha-Berge sowie Excelsior-Abfallhalden beinhaltet. Die Mine Cerro de Pasco wird derzeit von Volcan Companía Minera SAA („Volcan“), einer Tochtergesellschaft der Glencore AG, die wiederum eine Tochtergesellschaft von Glencore Plc ist, kontrolliert.

Cerro de Pasco führt seit 2018 aktive Gespräche mit Volcan hinsichtlich des Erwerbs und der Integration des gesamten Betriebs Cerro de Pasco unter dem Dach von CDPR. Im November 2019 kündigten Volcan und CDPR eine Transaktion an, wonach CDPR sämtliche Anteile (100 %) an den Konzessionen und den Betrieben im Besitz von Volcan bei Cerro de Pasco erwerben würde. Am 2. November 2020 haben CDPR und Volcan einvernehmlich bekannt gegeben, dass die ursprünglich vereinbarte Frist für den Abschluss der Transaktion abgelaufen ist. Die Parteien haben vereinbart, die Gespräche so bald wie möglich fortzusetzen, um eine Transaktion zu erzielen, die für beide Parteien zufriedenstellend und für die örtlichen Gemeinschaften von Nutzen ist.

Geschichte von Cerro de Pasco

Cerro de Pasco ist eine berühmte Polymetallmine im zentralen Hochland Perus. Der Betrieb ist nahezu 400 Jahre alt und wurde von den Spaniern im Jahr 1630 entdeckt. Die Mine wurde inoffiziell von vielen Betreibern betrieben und 1902 von der Cerro de Pasco Copper Corporation, einem damals in New York notierten Unternehmen, kommerziell erschlossen. Sie war damals eine der größten und ertragreichsten Kupfer-Silber-Minen der Welt und wuchs in den folgenden fünfzig Jahren zu einem der wichtigsten Bergbauzentren für Peru und Südamerika heran. Parallel zum Ausbau der Mine entwickelte sich das Bergbaulager, das 1630 begann, zu einer bedeutenden Bergbaustadt. Anfang der 1950er Jahre verlagerte sich der Abbauschwerpunkt von Kupfer, Gold und Silber auf Zink, Blei und Silber, nachdem die Nachfrage nach Basismetallen weltweit anstieg.

Im Jahr 1974 wurde die Mine Cerro de Pasco von der peruanischen Militärregierung unter Führung von General Juan Velasco Alvarado verstaatlicht. Während sich die Mine in Staatsbesitz befand, wurde sie mit wenig Rücksicht auf die Umwelt oder die Gesundheit der Arbeiter und der örtlichen Gemeinschaften ausgebaut. Die Stadt wuchs zu einer Großstadt ohne formelle Planung oder Kontrolle der Bergbauaktivitäten heran und verschmolz zu einem gewissen Grad mit der Mine selbst, wobei den potenziellen negativen Auswirkungen des Lebens in einem Industriegebiet kaum Beachtung geschenkt wurde.

Volcan erwarb die Mine Cerro de Pasco 1999 von der peruanischen Regierung. Die Halden Quiulacocha und Excelsior waren aus dieser Transaktion ausdrücklich ausgeschlossen. Mit Volcan als Eigentümer produzierte der Betrieb weiterhin Zink, Blei und Silber aus Material innerhalb der Mine; Abfälle wurden verantwortungsbewusst in der vollständig genehmigten Bergelagereinrichtung Ocroyoc abgelagert. Zwischen 2012 und 2014 wurden die Tagebau- und Tiefbaubetriebe stufenweise eingestellt und die Verarbeitung verlagerte sich auf die Behandlung alter Halden, die bis heute anhält. 2015 nahm Volcan eine Edelmetall-Laugungsanlage in Betrieb, um das verbleibende In-situ-Oxidmaterial zu verarbeiten. Auch diese ist heute noch in Betrieb.

2017 erwarb Glencore eine Mehrheitsbeteiligung an Volcan und damit eine indirekte Beteiligung am Bergbaubetrieb Cerro de Pasco.

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