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Das Aufleben der Nachfrage nach Gold als Sicherem Hafen hat dem Goldpreis erheblichen Schwung verschafft und ihn wichtige Widerstandsmarken durchbrechen lassen. Analysten aber sind der Ansicht, dass das gelbe Metall noch zulegen muss, soll der Aufwärtstrend bestätigt werden.

Die jüngste Entwicklung des Goldpreises, die diesen bereits nah an die Marke von 1.300 USD pro Unze heranführte, nahm ihren Anfang Ende vergangener Woche nach schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten. Dies führte dazu, dass sich die Erwartungen der Märkte an die später dieses Jahr folgenden Zinserhöhungen in den USA verschoben, was eine deutliche Dollarschwäche zufolge hatte und auch die Renditen 10jähriger Staatsanleihen deutlich sinken ließ.

Die Frage, die sich jetzt die meisten Goldmarktteilnehmer stellen dürften, ist, welche Preisniveaus in den Fokus geraten könnten, sollte Gold tatsächlich die psychologisch wichtige Marke von 1.300 USD pro Unze überwinden.

Die Analysten der Commerzbank beispielsweise glauben, dass Gold in einen neuen, langfristigen Aufwärtstrend eingetreten ist, wollen aber zunächst eine charttechnische Bestätigung abwarten. Ihrer Ansicht nach hat der Goldpreis, als er über die Marke von 1.285 USD pro Unze stieg, einen sechsjährigen Abwärtstrend gebrochen. Der nächste, wichtige Punkt sei nun ein Wochenschluss über 1.295 USD pro Unze, hieß es weiter.

Sollte das gelingen und der Goldpreis die 1.300 USD pro Unze hinter sich lassen, könne er das Hoch des vergangenen Jahres, das im August erreicht wurde, testen. Der Bereich zwischen, 1.375 und 1.400 USD pro Unze dürfe demnach große Anziehungskraft auf den Markt habe, so die Commerzbank-Analysten.

Auch andere Experten, zum Beispiel die Analysten von Telvent DTN, warten einen Schluss von über 1.295 USD pro Unze diese Woche ab. Ihrer Ansicht nach könnte Gold noch bis auf 1.317,70 USD pro Unze steigen, bevor der Markt überkauft erscheinen würde.

Bei ETF Securities warnt man hingegen, dass, damit die jüngsten Gewinne im Goldpreis sich als nachhaltig erweisen können, erst das nächste geldpolitische Treffen der US-Notenbank in der kommenden Woche abgewartet werden müsse. Die Erwartung sei gestiegen, dass die Fed zwar den Leitzins um 25 Basispunkte anheben, aber gleichzeitig Signale senden werde, dass man mit weiteren Zinserhöhungen vorsichtig sein werde. Eine langsamere Gangart bei den folgenden Zinsschritten und ein Anstieg der Inflation könnten nach Ansicht von ETF Securities den Goldpreis bis auf das Hoch des vergangenen Jahres führen.

Andere Analysten sind zwar ebenfalls bullish für den Goldpreis, warnen aber davor, diesem auf dem aktuellen Niveau hinterherzujagen. Man wies darauf hin, dass ein Erstarken des US-Dollars zu Gewinnmitnahmen der Goldanleger führen könne.

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