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Laut den Analysten der Commerzbank sollten sowohl der Platin- als auch der Palladiumpreis steigen, Palladium dabei aber weiterhin einen deutlich höheren Preis erzielen.

In ihrem Bericht gehen die Experten davon aus, dass Platin mit dem Goldpreis steigen wird, während Palladium von einer Erholung der Automobilnachfrage profitieren sollte. Beide Edelmetalle werden in Katalysatoren verwendet, doch Palladium habe in den letzten Jahren deutlich stärker profitiert, da es in Katalysatoren von Bezinern zum Einsatz komme, die im Zuge des Dieselskandals und generell in den größten Märkten China und den USA stärker nachgefragt würden.

Anfang des Jahres bestand ein großer Abstand zwischen den beiden Edelmetallen, als Palladium bis auf ein Hoch bei rund 2.880 USD pro Unze ausbrach und damit fast drei Mal teurer war als Platin. Mittlerweile ist der Palladiumpreis von diesem Hoch deutlich zurückgekommen, da die COVID19-Pandemie bzw. deren Auswirkungen die Industrienachfrage geschwächt haben. Dennoch ist Palladium weiterhin mehr als doppelt so teuer wie Platin.

Und an dieser Lage dürfte sich nach Ansicht der Commerzbank auf Grund der weiterhin ungünstigen fundamental Daten für Platin kaum etwas ändern. Im besten Szenario rechne man damit, dass Platin parallel zum Goldpreis performen werde, hieß es weiter.

Dem World Platinum Investment Council zufolge wies der Platinmarkt im vergangenen Jahr ein Angebotsdefizit auf. Das sei allerdings nur auf die Nachfrage nach börsengehandelten Produkten wie ETFs zurückzuführen gewesen und nicht auf die physische Nachfrage, so die Commerzbank-Analysten. 2020 dürfte die Nachfrage aus dem Schmuck- aber auch dem Automobilsektor fallen, insbesondere auf Grund der COVID19-Pandemie, hieß es. Gleichzeitig allerdings werde die Investmentnachfrage nicht so stark ausfallen wie noch im vergangenen Jahr. Die Experten wiesen darauf hin, dass Platin-ETFs in den ersten fünf Monaten des Jahres Mittelabflüsse zu verzeichnen gehabt hätten.

Die Commerzbank rechnet so damit, dass Platin sich bis Jahres Ende an die Marke von 900 USD pro Unze heranarbeitet und dann im kommenden Jahr 1.000 USD pro Unze erreicht.

Im Fall von Palladium sei die erwartete Korrektur eingetreten, so die Analysten. Die zu erwartende Erholung der Weltwirtschaft und damit auch der Automobilproduktion deute darauf hin, dass die Palladiumnachfrage wieder steigen werde. Was dazu führen könne, dass der Palladiummarkt im kommenden Jahr wieder ein größeres Angebotsdefizit ausbildet.

Entsprechend rechnet die Bank damit, dass der Palladiumpreis bis Ende dieses Jahres auf 2.000 USD pro Unze steigt und sich die Preiserholung im kommenden Jahr fortsetzt. Das Rekordhoch allerdings werde wohl außer Reichweite bleiben.

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