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Die Abbaukosten sind bei Rohstoffprojekten der größte Kostenfaktor, so denkt man zumindest. Aus einer aktuellen Untersuchung beim Lithiumexplorer AVZ Minerals (WKN A0MXC7 / ASX AVZ) wird deutlich, dass dies nicht immer so sein muss. Bei AVZ Minerals verursacht der Transport des Lithiums die größten Kosten.

Der Weg des Lithiums von der Förderstätte in Manono in der Demokratischen Republik Kongo bis hin zum Hafen in Dar es Salaam (Tansania) ist nicht zu unterschätzen. Fast 2.000 Kilometer ist die Entfernung zwischen den beiden Orten über die Straße. Doch beim Transport des Lithiums wird nicht diese direkte Straßenverbindung genutzt. Vielmehr geht es zunächst via LKW von Manono nach Moba am Westufer des Tanganjikasees. Die Distanz liegt bei rund 350 Kilometer.

Dort wird das Lithium auf ein spezielles Boot verladen, es geht über den See zum Ostufer nach Kigoma in Tansania. Rund 250 Kilometer muss das speziell zu diesem Zweck angefertigte Binnenschaft auf dem See zurücklegen. Nach Schiff und LKW führt die letzte Strecke der Lithium-Reise mit der Bahn zum Meer. In Kigoma wird das Lithium in Bahnwaggons umgeladen. Nach rund 1.200 Kilometer ist das Ziel, der Hafen von Dar es Salaam erreicht und das Lithium kann in alle Welt verschifft werden.

In den bisherigen Planungen von AVZ Minerals wird dieser Transport mit 20-Fuß-Half-Height-Containern durchgeführt. Diese besitzen ein Fassungsvermögen von rund 30 Tonnen. Die Überprüfung dieser Transportmethode hat jedoch gezeigt, dass es auch günstiger geht. Also hat AVZ Minerals verschiedene Aspekte durchgespielt und ist darauf gekommen, statt der Container sogenannte „Bulka Bags“ zu verwenden. Diese haben ein Fassungsvermögen von 2 Tonnen.

Der Transport mit diesen Bags ist deutlich billiger als die Container-Variante. Wie hoch die Einsparung ist, teilt AVZ Minerals nicht mit. Sie muss jedoch signifikant sein. Man wird die neue Methode somit in die vorliegende Scoping-Studie einbeziehen. Diese wird mit den neuen Daten wiederholt werden, dabei legt man ein jährliches Abbauvolumen von 2 Millionen Tonnen zugrunde.

Die Kosten könnten sogar noch weiter reduziert werden, wenn man entsprechende Ermäßigungen mit den Transportanbietern aushandelt. Dies ist aber bisher noch nicht geschehen. Auch könnte es nach einer Ortsbesichtigung neue Erkenntnisse geben. Diese ist in den kommenden Wochen mit Behördenvertretern aus dem Kongo und Tansania geplant. Ob nach den darauffolgenden Gesprächen der Transport weiter optimiert werden kann, muss abgewartet werden.

Neben der 2-Millionen-Studie werden auch Planungen hinsichtlich eines Abbauvolumens von 5 Millionen Tonnen bzw. 10 Millionen Tonnen durchgeführt. Auch in diese Überlegungen werden die neuen Kostenaspekte einfließen. Das Potenzial von Manono könnte so groß sein, dass sich der Jahresabbau auch in den höheren Regionen bewegen könnte. Das ist aber noch Zukunftsmusik.

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