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Die Analysten der Commerzbank glauben, dass die Palladiumrallye dieses Jahr ein Ende finden wird. Die Experten sind der Ansicht, dass der Preis des Edelmetalls eine Blase ausgebildet hat und erwarten deshalb eine scharfe Korrektur zum Jahresende hin – ähnlich wie bei Öl und Silber vor ungefähr einem Jahrzehnt. Trotzdem hebt die Bank die Prognose für den Palladiumpreis zum Ende dieses Jahres von 1.500 auf 1.700 USD pro Unze an.

Palladium erreichte diesen Monat am Spotmarkt ein Rekordniveau von 2.556,95 USD pro Unze. Mittlerweile ist der Preis wieder auf rund 2.380 USD pro Unze zurückgefallen, was aber immer noch einen Anstieg von über 20% allein im Jahr 2020 bedeutet!

Das Angebot an Palladium sei knapp und die Nachfrage bislang robust, führten die Commerzbanker aus, doch sei es wahrscheinlich, dass der „massive“ Preisanstieg die Nachfrage verlangsamen und die Automobilindustrie ermutigen werden, mehr Palladium durch das deutlich billigere Platin zu ersetzen. Entsprechend rechnen die Experten zum Ende des Jahres mit einem deutlich niedrigeren Palladiumpreis.

Die Experten wiesen darauf hin, dass die Dynamik des Preisanstiegs außergewöhnlich dynamisch gewesen sei, wenn man bedenke, dass das Edelmetall zu Beginn des Jahres noch weniger als 2.000 USD pro Unze gekostet habe. Es habe zehn Monat gedauert, bis der Palladiumpreis von 1.500 auf 2.000 USD gestiegen sei, dann aber nur einen Monat, bis weitere 500 USD hinzukamen.

Deshalb sehe es nun danach aus, als bilde sich eine Blase aus, die an andere Blasen wie bei Öl im Jahr 2007/2008 und Silber im Jahr 2010/2011 erinnere. Die Commerzbank rechnet aber dennoch mit einer weiter hohen Nachfrage nach dem Metall, das in Automobilkatalysatoren verwendet wird. Der letzte Nachfrageanstieg sei durch striktere Emissionsvorgaben in Ländern wie China ausgelöst worden, da dies eine höhere Beladung mit Elementen der Platingruppe pro Fahrzeug bedeutet habe. Die Analysten wiesen darauf hin, dass der Rhodiumpreis sogar noch schneller gestiegen sei als Palladium.

Dennoch geht man bei der Commerzbank davon aus, dass der hohe Preis „Bremseffekte“ haben dürfte und vielleicht dazu führen könnte, dass in Autokatalysatoren mehr Platin anstelle von Palladium verwendet wird. Sollten die USA tatsächlich Importzölle auf Automobile aus Europa verhängen, könnte das ebenfalls negative Auswirkungen auf den Markt haben. Der hohe Palladiumpreis könnte auch zu steigenden Recyclingraten führen, was mehr Angebot bedeuten würde, so die Experten weiter.

Man bleibe deshalb bei der Prognose, dass der Palladiumpreis im Jahresverlauf unter Druck geraten werde, erklärten die Analysten. Allerdings hebt man angesichts des sehr viel höheren, aktuellen Preisniveaus die Prognosen an und rechnet bis zum zweiten Quartal mit einem Palladiumpreis von mehr als 2.000 USD pro Unze. Auch für das Jahresende wurde die Prognose angehoben, und zwar von 1.500 auf 1.700 USD pro Unze.

Die Bank geht zudem davon aus, dass der Platinpreis zur Mitte des Jahres bei ca. 900 USD pro Unze liegen und das Jahr bei 950 USD je Unze beenden wird.

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