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Steigender Kurs, steigendes Handelsvolumen: Bei Amani Gold (ASX ANL / WKN A2DJ27) scheint langsam wieder Bewegung reinzukommen. Der australische Goldexplorer war zuletzt unter chinesischer Führung unter die Räder gekommen. Jetzt aber steigt ein ehemaliger Manager wieder ein – und will den Turnaround versuchen.

Die bekannte Bergbaupersönlichkeit Klaus Eckhof arbeitet schon seit einer Weile wieder eng mit Amani zusammen, verstärkt aber jetzt offenbar die Bemühungen, das Unternehmen wieder in die Spur zu bringen.

Amani hat beim aktuellen Kurs von 0,002 AUD eine Marktkapitalisierung von nur knapp 7,4 Mio. AUD und kommt am Markt bislang nur schwer in Tritt. Das Unternehmen ist bereits seit Ende 2016 in einem harten Abwärtstrend.

Herr Eckhof beschäftigte sich bereits seit Dezember 2017 wieder mit Amani, allerdings nur als Teilzeitdirektor für Strategie und Geschäftsentwicklung. Zu Beginn dieses Jahres aber wurde er zum Executive Director ernannt und erst vor Kurzem folgte dann die Ernennung zum Chairman.

Wie Herr Eckhof gegenüber Stockhead erklärte, hätten die Chinesen, die das Unternehmen zuletzt führten, zwar eine Platzierung zu 5 Cent abschließen können, was ein sehr guter Deal gewesen sei, seien aber nicht in der Lage gewesen, Unternehmen und Projekt dem Markt weiter schmackhaft zu machen. Es habe einige Unstimmigkeiten gegeben, so Herr Eckhof weiter, aber schlussendlich hätten sie [die Chinesen] eingesehen, dass, sollten die Führung nicht zurücktreten, es kein Geld in Australien oder Kanada für Amani geben werde. Er versuche nun, den Turnaround zu vollziehen, so Herr Eckhof weiter.

Auf jeden Fall verfügt der Geologe über große Erfahrung mit Rohstoffprojekten in der Demokratischen Republik Kongo, wo er seit über 15 Jahren an verschiedensten Projekten und Entdeckungen beteiligt war. Sein größter Erfolg war wahrscheinlich bei Moto Goldmines, wo er behilflich war, eine Ressource von ca. 11 Mio. Unzen zu definieren, bevor das Unternehmen schließlich für 485 Mio. Dollar an Randgold Resources (jetzt Barrick Gold) verkauft wurde und daraus die gewaltige Kibali-Mine entstand.

Zuletzt war er Chairman bei der ebenfalls in der DRK aktiven AVZ Minerals, die in Zeiten des Lithiumbooms einer der größten Favoriten der Märkte war, bevor er dort Mitte vergangenen Jahres zurücktrat. Allerdings ist er darüber hinaus Chairman der ebenfalls auf die DRK ausgerichteten Okapi Resources, die mit 8,4% an Amani beteiligt ist.

Einen drastischen Kursanstieg, wie er zwischenzeitlich bei AVZ zu sehen war, erwartet Herr Eckhof von Amani nicht – unter anderem, da die Marktsituation insgesamt schwierig sei –, doch sieht der neue Chairman des Unternehmens durchaus Aufwärtspotenzial. Was sich auch daran zeigt, dass die Performance-Aktien, die auch Herrn Eckhof zustehen, erst bei einem Kurs ausgegeben werden, der „fünf oder sechs Mal“ höher liege als der aktuelle Marktpreis. Das demonstriere die Zuversicht des Managements, dass die Marktkapitalisierung von Amani in näherer Zukunft wieder steigen werde, so Herr Eckhof gegenüber Stockhead. Noch hält Amanis neuer Chairman selbst keine Aktien an dem Unternehmen – abgesehen über die Beteiligung von Okapi – und plant auch erst einmal keine Käufe. Zumal er ja die erwähnten Performance-Aktien für seine Tätigkeit als Chairman erhalten wird, wenn die Aktionäre dem zustimmen.

Amanis wichtigestes Projekt ist die Gold-Liegenschaft Giro „im Schatten“ der Kibali-Mine und es ist geplant, einige der neuen Ziele zu erbohren, die das Unternehmen in den vergangenen 12 Monaten identifiziert hat. Darüber hinaus will man weiteres Land im Nordosten der DRK erwerben, aussichtsreiche Lizenzgebiete, die Giro umgeben. Wenn das gelinge, so Herr Eckhof zu Stockhead, könnte Amani zu etwas größerem werden, vielleicht irgendwann 5 bis 10 Mio. Unzen Gold aufweisen.

Bislang hat das Unternehmen auf dem Kebigada-Gebiet eine Ressource von 45,62 Mio. Tonnen Erz mit durchschnittlich 1,46 Gramm Gold nachgewiesen, was 2,14 Mio. Unzen an enthaltenem Gold entspricht. Im Dezember 2018 legte man zudem eine gemeinsame Ressourcenschätzung für die Gebiete Kebigada und Douze Match vor, die sich auf 81,77 Mio. Tonnen Erz bei durchschnittlich 1,2 Gramm Gold beläuft. Das entspricht für beide Gebiete zusammen 3,14 Mio. Unzen an angezeigten und geschlussfolgerten Ressourcen.

Amanis Managing Director Jacky Chan erklärte zudem gegenüber Stockhead, dass man Klaus Eckhof an Bord geholt habe, um einen Strategiewechsel vorzunehmen. Man könne im heutigen Marktumfeld, so Chan, nicht einfach immer weiter explorieren und Aktien für frisches Kapital ausgeben. Man überlege deshalb, noch dieses Jahr eine Goldproduktion im kleinen Umfang anzustoßen und so Cashflow zu generieren. Parallel dazu wolle man die wichtigsten Lagerstätten weiterentwickeln und schlussendlich hoffe man, zu einem Produzenten mit Vorkommen von 5 bis 10 Mio. Unzen zu wachsen.

Wir sind gespannt, was Herr Eckhof bei Amani bewegen kann und ob dieser Strategiewechsel tatsächlich umgesetzt wird. Wir gehen allerdings davon aus, dass ein Turnaround ein längerwieriger Prozess werden dürfte. Sollte er aber gelingen, ist unserer Meinung nach angesichts der geringen Marktkapitalisierung einiges an Potenzial vorhanden. Allerdings ist Amani eine extrem riskante Spekulation; das soll nicht verschwiegen werden.

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