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Die Verwendung von Graphen in Polymerummantelungen, die für Pipelines verwendet werden, die Rohöl und Gas vom Meeresboden transportieren, könnte diese deutlich verstärken, melden Forscher.

Laut einem Wissenschaftler-Team der University of Manchester und des The Welding Institute, könnte die Beschichtung von Polyamide 11 (PA11) mit einer dünnen Schicht von Graphen-Nanoplättchen dabei behilflich sein, Strukturen zu erzeugen, die als außergewöhnlich wirkungsvolle Barrieren dienen, das Austreten von Gasen und damit Korrosion verhindern.

In einer in Advanced Materials Interfaces veröffentlichten Studie erklären die Experten, dass die Rohre in der Regel aus internen Lagen von Polymer oder Verbundstoffen sowie einer externen Stahlummantelung bestehen. In diesen Rohren können sehr hoher Druck und hohe Temperaturen vorherrschen.

Gelegentlich können aber Kohlendioxid, Schwefelwasserstoff und Wasser durch die Schutzschichten dringen, was zur Korrosion des Stahls führt, sodass das Rohr mit der Zeit an Haltbarkeit verliert. Das aber könnte katastrophale Folgen haben.

Die Forscher testeten aber ihre vielschichtigen Strukturen bei 60 Grad Celsius und dem bis 400fachen des Atmosphärendrucks und stellten fest, dass das Durchdringen von CO2 gegenüber der Verwendung von ausschließlich PA11 um 90% reduziert wurde. Das Durchdringen von Schwefelwasserstoff kann auf nicht nachweisbares Niveau gesenkt werden.

In einer Pressemitteilung erklärten die Forscher, dass Korrosion die Öl- und Gasbranche allein in den USA 1,4 Mrd. Dollar koste. Ihrer Ansicht nach aber habe diese Graphentechnologie das Potenzial, die Lebensdauer von unter Wasser verwendeten Rohren und damit die Zeit zwischen Reparaturen erheblich zu verlängern.

Abgesehen vom Öl- und Gassektor hätten Graphenmembranen wie die von ihnen verwendeten, so die Forscher, das Potenzial industrielle Prozesse wie Nahrungsmittelverpackung, Wasserfiltration und Gastrennung zu revolutionieren.

GOLDINVEST.de weist schon seit Langem auf das enorme Potenzial des Werkstoffs Graphen hin. Wir berichten bereits seit einigen Jahren über den Graphenproduzenten First Graphene (WKN A2ABY / ASX FGR), der übrigens erst vor Kurzem zum Gründungsmitglied des Graphene Engineering & Innovation Centre (GEIC) der University of Manchester wurde. Das dürfte ein wichtiger Schritt für das Unternehmen sein, um die Entwicklung der Graphentechnologie und die Markteinführung der First Graphite-Produkte zu beschleunigen.

Denn das GEIC, eine 60 Millionen Pfund teure Einrichtung im Zentrum des Campus für fortgeschrittene Wertstofftechnik, der allgemein als „Heimat des Graphen“ bezeichnet wird, hat speziell zum Ziel, die Kommerzialisierung von Graphen und 2D-Materialien voranzubringen. Es ergänzt damit das National-Graphene-Institute, das ebenfalls Teil der University of Manchester ist.

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