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Der deutsche Autobauer BMW (WKN 519000) wird einem Reuters-Bericht zufolge Kobalt, eine entscheidende Komponente gebräuchlicher Batterien, wie sie in Elektromobilen zum Einsatz kommen, direkt bei Minen in Australien und Marokko abnehmen. Damit will der Dax-Konzern sicherstellen, dass bei der Gewinnung keine Kinderarbeit eingesetzt wurde.

Die Ankündigung fiel, wie Reuters weiter berichtete, mit dem Start einer Initiative der LME (London Metal Exchange) zusammen. Diese sieht vor, dass die LME Marken verbieten oder von der Börse nehmen kann, die nicht ethisch produziert wurden – und zwar ab 2022. Damit soll verhindert werden, dass Metall gehandelt wird, das mit Hilfe von Kinderarbeit oder Korruption produziert wurde.

Dem Bericht zufolge hatte Andreas Wendt, bei BMW für die Beschaffung verantwortlich, erklärt, dass das neue Kobaltangebot ab 2020 in der neuen Generation der Elektromobile des Konzerns verwendet werden soll.

Ein Sprecher des Rohstoffkonzerns Glencore (WKN A1JAGV) bestätigte gegenüber Reuters, dass sein Unternehmen BMW mit Kobalt von seiner australischen Mine Murrin Murrin, die im vergangenen Jahr 2.900 Tonnen des Batteriemetalls produzierte, beliefern wird.

Der Großteil der bekannten Kobaltvorkommen liegt in der Demokratischen Republik Kongo, wo das Metall häufig von lokalen Kleinstunternehmungen abgebaut und die Lieferkette nicht strikt überwacht wird. Bereits im vergangenen Jahr hatte BMW erklärt, dass man mit Hilfe eines Pilotprojekts Möglichkeiten untersuche, die Arbeitsbedingungen des Kobaltabbaus in der Demokratischen Republik Kongo zu verbessern.

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