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Schwierigkeiten mit der Produktionsausweitung bei einem der führenden Lithiumproduzenten weltweit haben auch ihren Vorteil – höher als erwartete Lithiumpreise.

Die chilenische SQM (Soc. Quimica y Minera de Chile SA), der zweitgrößte Lithiumproduzent der Welt, geht jetzt davon aus, dass der Preis für das Batteriemetall im vierten Quartal auf ähnlichem Niveau liegen wird wie im Verlauf dieses Jahres und führt das auf die hohe Nachfrage sowie Probleme auf der Angebotsseite zurück. Noch im September hatte SQM-CEO Patricio de Solminihac erwartet, dass die Preise in der zweiten Jahreshälfte 2018 im Vergleich zum ersten Halbjahr fallen würden.

Die Preisentwicklung, die man habe beobachten können, so De Solminihac gegenüber Analysten, sei das Ergebnis einer sehr hohen Nachfrage, die auch höher ausgefallen sei als ursprünglich erwartet. Zugleich habe es Verzögerungen bei der Inbetriebnahme oder Ausweitung von Produktionskapazitäten gegeben, erklärte er weiter. Für das kommende Jahr könne man allerdings noch keine Prognose abgeben, da man mit den SQM-Kunden noch am Abschluss der Verträge für 2019 arbeite, so der SQM-Chef.

Der Lithiumproduzent – das Metall ist entscheidend für die Herstellung von Batterien, wie sie auch in Elektromobilen eingesetzt werden – meldete für das dritte Quartal diesen Jahres Umsätze und Nettogewinne, die hinter den Erwartungen der Analysten zurückblieben. Vor allem unerwartete Schwierigkeiten beim Hochfahren eines Expansionsprojekts hatten das Absatzvolumen beeinträchtigt. Diese Verzögerung wird sich vermutlich auch auf den Absatz des vierten Quartals auswirken. SQM rechnet nun damit, 2018 rund 45.000 Tonnen Lithium absetzen zu können. Zuvor war man von 55.000 Tonnen ausgegangen.

Der Preis für Lithiumkarbonat in Südamerika lag im Oktober bei 14.375 USD pro Tonne und damit deutlich unter dem Allzeithoch von 15.750 USD je Tonne, das im Mai und Juni verzeichnet wurde, wie Benchmark Mineral Intelligence berichtete. Das Nachfragewachstum soll dieses Jahr bei 25% liegen, wobei nur begrenzt neues Angebot auf den Markt kommt. Das bedeutet, so De Solminihac, dass der Lithiumpreis noch länger auf einem ähnlichen Niveau bleiben sollte.

SQM werde dennoch auf kurze Sicht die angestrebte Kapazität von 70.000 Tonnen pro Jahr erreichen, erläuterte er weiter, gab aber keinen genauen Zeitrahmen bekannt. Die Schwierigkeiten beim Hochfahren der Kapazitäten in der Region Atacama im Norden Chiles seien auf die Komplexität der Aufgabe zurückzuführen, erklärte der SQM-CEO weiter. Die Verarbeitungsanlage arbeite aber weiterhin mit voller Kapazität. Ein weiteres Projekt zur Ausweitung der Lithium-Hydroxid-Kapazitäten in Chile komme gut voran, so De Solminihac, während die Nachfrage nach diesem hochwertigeren Produkt anziehe.

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