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Sehr interessante Pläne verfolgt Sixth Wave Innovations (CSE SIXW / FSE AHUH) in Bezug auf seine in der Entwicklung befindliche Technologie zur Viruserkennung. Wie das Unternehmen brandaktuell mitteilt, will man über eine Kooperation mit Neocon International Inc. aus Halifax eine so genannte SmartMask entwickeln, in die diese Viruserkennung integriert ist.

Sixth Wave und Neocon unterzeichneten zu diesem Zweck am gestrigen Donnerstag eine nicht verbindliche Absichtserklärung.

Hintergrund

Sixth Wave hatte Anfang April eine Technologie zur Patentanmeldung eingereicht, bei der es um die „Verwendung molekular geprägter Polymere zur Schnellerkennung von im Entstehen begriffenen Virusausbrüchen“ (The Use of Molecularly Imprinted Polymers for the Rapid Detection of Emerging Viral Outbreaks) geht – wie das SARS-CoV-2-Virus, das für COVID-19 verantwortlich ist. Das Unternehmen hat für diese Technologie das Kürzel AMIPs geprägt (Accelerated Detection Molecularly Imprinted Polymers). Mitte April reichte Sixth Wave ein zweites Patent ein, das eine Reihe verschiedener Vorrichtungen betrifft, um unter anderem Proben von Oberflächen, aus Luft und Wasser zu entnehmen und einen schnellen Hinweis auf das jeweilige Virus zu liefern.

Mögliche Einbindung in Schutzmasken

Und eine solche, potenzielle Anwendung gemäß des anhängigen Patents wäre die Integration in Atemschutzmasken, die dem Standard N95 entsprechen oder auch andere Masken / Atemschutzgeräte! Die sogenannte SmartMask, die Sixth Wave und Neocon gemeinsam entwickeln wollen, könnte so den üblichen Schutz einer N95-Maske bieten – und gleichzeitig über die Fähigkeit verfügen, den Nutzer darauf hinweisen, sollte das Zielvirus in seiner Ausatmung auftreten.

Das soll über eine farbliche Veränderung der AMIPs-Medien, die in der Schutzmaske enthalten sind, erfolgen. Sixth Wave geht davon aus, da man dieses Prinzip schon in anderen Produkten angewandt hat (einer Technologie zur Erkennung von Sprengstoff „Explosives Detection Polymer“, das unter dem Namen SAFE-T verkauft wird), dass die AMIPs-Medien so entwickelt werden können, dass sie innerhalb von Minuten, nachdem das Virus in die Maske ausgeatmet wurde, ein positives Testergebnis liefern.

Etablierte Technologie

Laut dem Unternehmen ist die Fähigkeit der Technologie der molekularen Prägung zur Entdeckung von Zielmolekülen mit hoher Sensitivität und Genauigkeit in der Wissenschaftsliteratur gut etabliert und Sixth Wave verfügt über eine umfassende Geschichte in der Entwicklung dieser Technologie sowohl in anorganischen als auch organischen Anwendungen, darunter die Erkennung von biogenen Aminen, Cannabinoiden, Sprengstoffen und Metallen. (Das Unternehmen weist an dieser Stelle explizit darauf hin, dass sowohl die Entwicklung eines SmartMask-Prototypen als auch der AMIPs-Technologie noch abgeschlossen werden müssen.)

Neocon, Sixth Waves neuer Partner, ist ein führender Entwickler und Produzent von Innenausstattungskomponenten für zahlreiche international tätige Unternehmen wie Nissan, Toyota, Hyundai und General Motors und verfügt über umfassende Erfahrung in den Materialwissenschaften, mit Qualitätssystemen sowie der Hochgeschwindigkeitsproduktion. Neocon hat bereits einen Teil seiner Produktionsstätte auf die Herstellung von dem N95-Standard entsprechenden Schutzmasken umgestellt. Diese sollen als Ausgangspunkt der Entwicklung eines SmartMask-Prototypen laut der Vereinbarung mit Sixth Wave dienen.

Die geplante Zusammenarbeit der beiden Gesellschaften wird offensichtlich auch von politischer Seite positiv betrachtet. So erklärte laut der heutigen Pressemitteilung des Unternehmens Geoff Regan, Mitglied des Parlaments für Halifax West, dass die geplante Kollaboration ein großartiges Beispiel für die Zusammenarbeit von lokalen Unternehmen im Kampf gegen COVID-19 sei. Er freue sich über die Aussicht auf Produkte, die ihre Farbe bei Auftreten eines Virus ändern könnten und es möglicherweise zum Beispiel bei Veranstaltungen erlauben würden, sofort festzustellen, ob ein Gast das Virus in sich trägt. Die Kooperation mit Neocon könne Sixth Wave dabei behilflich sein, diese wichtige Testtechnologie auf den Markt zu bringen, so der Abgeordnete.

Dr. Jonathan Gluckman, Sixth Wave-CEO und Presiden, ist seinerseits hoch erfreut über die geplante Zusammenarbeit mit Neocon. Die Kombination von Sixth Waves erfahrenen Wissenschaftsteam und dem preisgekrönten und weltweit anerkannten Produktinnovations- und Herstellungsteam von Neocon stelle eine exzellente Synergie dar. Neocon sei wiederholt als „Exporter of the Year“ für Nova Scotia ausgezeichnet worden und ergänze die Erfahrung von Sixth Wave in der Erschließung internationaler Märkte. Zudem sei die Nähe zu Neocon ein weiterer Vorteil als potenzieller, wirtschaftlicher Multiplikationseffekt für die Region Halifax, Nova Scotia und ganz Kanada.

Konditionen der Vereinbarung

Die Absichtserklärung zwischen den potenziellen Partnern sieht vor, dass Sixth Wave das Projekt insgesamt leiten wird, den Einsatz der AMIPs-Technologie in der Entwicklung der SmartMask erlaubt und Neocon das vorrangige Recht zubilligt, die Masken herzustellen.

Neocon wird im Gegenzug ingenieurstechnische, Produktions- und technische Ressourcen zur Entwicklung der Prototypmasken bereitstellen sowie Expertise in Qualitätssicherung, Qualitätskontrolle bei der Prototypentwicklung und der Ausarbeitung teilen. Darüber hinaus wird man bei der Materialauswahl behilflich sein und das Herstellungsverfahren für die Masken entwerfen.

Ein ganz wichtiger Punkt: Neocon wird zudem dabei behilflich sein, die Zertifizierung für die potenziellen Produkte durch die Behörden wie unter anderem FDA und Health Canada zu erlangen. Die Parteien haben sich darauf geeinigt, eine endgültige Vereinbarung auszuarbeiten, in der die Konditionen der Zusammenarbeit detaillierter ausgearbeitet werden.

Vorteile der SmartMask

Der von den potenziellen Partnern angedachte SmartMark-Prototyp soll ein vollständig eigenständiges, nicht invasives Probeentnahmegerät enthalten, das ohne Ausbildung, Elektronik oder zusätzliche Ausrüstung und/oder Reagenzien auskommt. Eine solche Konfiguration wäre ein Vorteil gegenüber dem aktuellen Standard zur Viruserkennung, bekannt als Polymerase Chain Reaction-Test (PCR). PCR-Technologien benötigen nämlich oft die Entnahme tiefer Proben in der Nase oder im Rachen durch ausgebildetes Personal sowie die Vorbereitung der Proben und Tests mit einem eigenen, elektronischen Gerät, vor Ort oder in einem Labor, das an einem anderen Standort liegt. SmartMask hingegen ist als praktisches Gerät gedacht, das für die tägliche Verwendung geeignet ist, über eine passive Beprobungsfähigkeit verfügt und dessen Ergebnisse leicht erkannt werden können (zum Beispiel eben durch eine Farbveränderung).

Laut Sixth Wave würde die geplante SmartMask-Konfiguration, die derzeit entwickelt wird, auch einen deutlichen Vorteil gegenüber anderen Schnelltests haben, die derzeit zur Virusdiagnose eingesetzt werden. Denn diese benötigen trotz Allem invasive Abstriche oder Blutproben, die durch ausgebildetes Personal entnommen werden. Zudem sind sie in der Regel darauf ausgerichtet, Antikörper, die durch die Reaktion auf das Virus entstanden sind, zu entdecken und nicht das Virus selbst. Antikörper aber sind ein nachlaufender Indikator für das Vorhandensein eines Virus und es kann Tage bis Wochen dauern, bis sie sich im menschlichen Immunsystem ausbilden. Zudem sei, so das Unternehmen, der Einsatz auf Antikörpern basierender Tests während der frühen, asymptomatischen Phase, in der das Virus sich inkubiert und unwissentlich verbreitet werden kann, begrenzt. Und genau das ist ein besonders irritierendes Merkmal von COVID19. Im Gegensatz soll SmartMask das aktive Virus selbst entdecken und damit die Möglichkeit eröffnen, das Virus Tage oder gar Wochen früher zu entdecken, als das mit herkömmlichen, Immunsystem basierten Schnelltests derzeit möglich ist.

Noch handelt es sich bei der angekündigten Zusammenarbeit erst um eine Absichtserklärung und sowohl die AMIPs-Technologie als auch die SmartMask müssen erst noch entwickelt werden, doch wäre ein solches Produkt unserer Ansicht nach gerade angesichts der aktuellen COVID19-Pandemie aber auch darüber hinaus in Hinsicht auf andere bekannte und zukünftige Virusbedrohungen für das Gesundheitswesen aber auch für Private von großem Interesse. Vereinfacht gesagt, die Idee scheint sehr gut und die Möglichkeit einer erfolgreichen Umsetzung angesichts des vorhandenen Know-hows von Sixth Wave sowie der Expertise von Neocon auch gegeben. Wir halten unsere Leser auf dem Laufenden, wie es hier weitergeht.

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