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Das Entsetzen bei betroffenen Firmen und Anlegern war groß, als es im vergangenen Monat von der Deutschen Börse hieß, der Handels mit Aktien von Cannabis- und Cannabisproduktherstellern werde zu Ende September eingestellt. Insbesondere Gesellschaften, die in der Herstellung von Cannabis zur medizinischen Verwendung tätig sind, fühlten sich zu Unrecht benachteiligt. Allerdings können diese Unternehmen nun wohl aufatmen. Denn möglicherweise wird ein entscheidendes Gesetz in Luxemburg doch noch geändert.

Denn dort verwahrt die Deutsche Börse die Wertpapiere ausländischer Gesellschaften bei der Tochter Clearstream, sodass die luxemburgischen Gesetze anwendbar sind. Und in Luxemburg sind sowohl Besitz als auch Konsum und medizinische Verwendung von Cannabis strafbar. Weshalb entschieden wurde, das Geschäft mit so genannten Cannabisaktien zu verbieten. Damit hätten die Aktien der in Deutschland notierten Gesellschaften nicht mehr gehandelt werden können. Denn ohne Verwahrung kein Handel in Deutschland.

Medizinisches Cannabis womöglich nicht betroffen

Allerdings gibt es im Großherzogtum nun einen Gesetzentwurf, demzufolge die medizinische Verwendung von Cannabis als legal betrachtet würde. Sollte dieser Entwurf Gesetz werden, müssten auch die entsprechenden Richtlinien für die Verwahrung angepasst werden. Damit würden die Handelsrestriktionen nicht bei Wertpapieren greifen, bei denen das Hauptgeschäft der Gesellschaft medizinisches Cannabis ist, heißt es laut einem Bericht des Handelsblatts von der Deutschen Börse. Noch ist allerdings nicht klar, welche Unternehmen nun von einem Handelsbann betroffen wären oder eben nicht. Das werde derzeit geprüft, hieß es.

Der Markt für medizinisches Cannabis hat im vergangenen Jahr einen wahren Boom erlebt, der durch die Legalisierung von Marihuana in Kalifornien und Colorado befeuert wurde. Hinzu kommt, dass im Oktober auch in Kanada die Legalisierung von Cannabis erfolgen dürfte. Laut dem Handelsblattbericht geht zum Beispiel die KPMG davon aus, dass der Markt in den nächsten zwei Jahren um 40% wachsen wird – jeweils wohl gemerkt.

Kein Wunder, dass viele angehende Produzenten an die Börse wollen bzw. in den letzten Monaten an die Börse gegangen sind. Derzeit sind davon an der Deutschen Börse ca. 150 handelbar. Wie viele davon Ende September übrigbleiben, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen.

Auch auf GOLDINVEST.de haben wir verschiedentlich über Cannabis-Aktien berichtet, darunter die kanadische MYM Neutraceuticals (WKN A2AFCN / CSE MYM), mit der Leser von GOLDINVEST.de in der Spitze bis zu 1.868% Gewinn machen konnten!

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In den kommenden Tagen nun werden wir, wenn unsere Recherche abgeschlossen ist, ein weiteres, unserer Ansicht nach äußerst aussichtsreiches Unternehmen aus dem Sektor medizinisches Cannabis vorstellen.

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