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Gefühlt legt sich die von Präsident Donald Trump geführte US-Regierung in Handelsfragen derzeit mit der halben Welt an. Neue US-Zölle, die vor allem China, aber auch Europa, Kanada und Mexiko treffen, und die Gegenmaßnahmen der Betroffenen bestimmen seit Wochen die Schlagzeilen. Längst wird an weiteren Handelshemmnissen in den USA gearbeitet, die unter anderem auf europäische Autobauer abzielen. Noch sind die immer härter werdenden Bandagen vielleicht kein echter Handelskrieg, doch es könnte die Ouvertüre zu einer solchen Auseinandersetzung werden.

Welche konkreten Folgen die zunehmenden protektionistischen Maßnahmen konkret haben, bleibt abzuwarten. Gefahren für die wirtschaftliche Entwicklung in den USA und der Welt schwören sie allemal herauf. Schon jetzt werden Stimmen laut, die vor einer neuen Inflation als Folge der Schutzzölle warnen.

Steigende Konsumentenpreise zu befürchten

Ein Beispiel hierfür ist der Stahlsektor. Längst sind die Stahlpreise gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Weltweit ist die USA einer der Hauptstahlkonsumenten. Betroffen vom Preisanstieg sind vor allem zwei Branchen: Der Bausektor und der Automobilbau. In letzterer Branche ist die Welt für die Konsumenten aber noch in Ordnung: Während die Stahlpreise gestiegen sind, zeigten sich die Autopreise in den USA laut Angaben des US-Statistikamtes im gleichen Zeitraum rückläufig.

Doch die gegenläufige Entwicklung dürfte temporärer Natur sein. Einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge könnte ein neues Auto allein aufgrund der neuen Zölle um mindestens 300 Dollar teurer werden. Auch vom Verband der US-amerikanischen Automobilbauer kommen Warnungen, dass die Verkaufspreise aufgrund der Zölle für Aluminium- und Stahlimporte steigen werden. Es ist eine klassische Folge von Zöllen: Die Preise für Verbraucher steigen – und damit die Inflation.

Goldsektor könnte von Schutzzöllen profitieren

Spätestens jetzt ist man beim klassischen Inflationsprofiteur: Den Sachwerten und hier vor allem dem Gold. Bringen die Schutzzölle der US-Regierung tatsächlich eine Reinflationierung mit sich, könnte dies zu einem Goldpreistreiber werden, der im aktuellen Marktumfeld des Edelmetalls vermisst wird. Im laufenden Jahr kam der Gold-Future an der COMEX nicht über die Widerstandszone bei 1.362/1.378 Dollar hinaus, prallte bei mehrfachen Breakversuchen immer wieder nach unten ab. Würden diese Zone und knapp darüber liegende charttechnische Hindernisse zwischen 1.392 Dollar und 1.434 Dollar überwunden, wären starke technische Kaufsignale für den Goldpreis im Markt.

Von der Situation würden natürlich auch die Unternehmen im Goldsektor profitieren. Schon jetzt, bei Kursen an der 1.300er-Marke für die Feinunze Gold, zeigen sich im Goldsektor einer Studie der Canadian Imperial Bank of Commerce positive Margenentwicklungen. Steigt der Goldpreis weiter an, verbessert sich die Lage weiter. Davon profitieren nicht nur Förderer, sondern auch Explorationsunternehmen, deren Projekte an Wert gewinnen oder klassische Royalty-Companies, deren Aktien sich ohnehin in den letzten Jahren besser als der Goldpreis und die Goldproduzenten entwickelt haben.

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