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Am morgigen Mittwoch legt Goldproduzent Barrick Gold (WKN 870450) seine Zahlen zum vergangenen Jahr vor. Es könnte eine ungemütliche Veranstaltung werden.

Denn trotz des steigenden Goldpreises und einer verbesserten Bilanzlage verbuchte der nach Ausstoß – noch – größte Goldproduzent der Welt 2017 die schwächste Performance aller Wettbewerber in Nordamerika, wie Bloomberg berichtet.

Vor einem Jahr sah das noch ganz anders aus, denn 2016 schoss die Barrick-Aktie um 110% nach oben, nachdem man Pläne veröffentlichte, das Unternehmen zu modernisieren und besser auszurichten. Barricks größter Konkurrent Newmont Mining (WKN 853823) konnte im gleichen Zeitraum übrigens um 89% zulegen.

Doch während der Kurs der Barrick-Aktie 2017 in die Knie ging, konnte Newmont weiter zulegen. Das könne, hieß es in dem Bloomberg-Bericht, unter anderem durch die unterschiedlichen Strategien der Konzerne erklärt werden. Während nämlich bei der in den USA ansässigen Newmont zuletzt wieder über Wachstum gesprochen wurde, redete man bei Barrick eher über verbesserte Margen und Schuldenabbau durch Kostensenkungen, Projektverkäufe und die Transformation des Projektportfolios durch Digitalisierung.

Doch die digitalen Aktivitäten über die wichtigsten Minen des Konzerns in Nevada hinaus auszuweiten, wird wohl länger dauern als zunächst gehofft. Und während die Aktionäre das Unternehmen erst für die Reduzierung belohnten, sind diese „tiefhängenden Früchte“ laut Aussage der Analysten von Macquarie Capital Markets nun wohl gepflückt.

Schwieriger sei es nun, die Märkte zu überzeugen, dass die verbliebenen Assets die richtigen seien, dass man über Wachstumsaussichten verfüge (oder zumindest das aktuelle Produktionsniveau auch in Zukunft halten könne) und dass man die Kosten weiter senken und so Renditen auf die Assets erzielen könne.

Minenerschöpfung ist der Albtraum aller Goldproduzenten und Newmont hat verstärkt über seine Pläne berichtet, dagegen vorzugehen. Ende vergangenen Jahres beispielsweise betonte CEO Gary Goldberg öffentlich, dass man in den vergangenen fünf Jahren mehr als 2 Mio. Unzen an neuer Produktion hinzugewonnen habe.

Und auch wenn Barrick über umfangreiche, noch nicht ausgebeutete Lagerstätten, unter anderem in Nevada, verfügt, sind einige der Minenprojekte des Konzerns wie Pascua-Lama in den argentinischen und chilenischen Anden noch Jahre von der Produktion entfernt und sehen sich hohen Hürden gegenüber. Erst vergangene Woche teilte Barrick mit, dass man eine Abschreibung in Höhe von 429 Mo. Dollar vor Steuern vornehmen werde, da man die Lagerstätte auf der Grenze zwischen den beiden Ländern neu klassifizierte.

Gleichzeitig gefährdet ein anhaltender Konflikt zwischen der Regierung Tansanias und Acacia Mining (WKN A1CTRD), an der Barrick die Mehrheit hält, die Projektpipeline des Unternehmens in dem afrikanischen Land. Acacia strich am Montag seine Dividende und teilte mit, dass die Produktion dieses Jahres einbrechen werde, da Tansania den Export halb verarbeiteten Erzes verboten habe. Und auch auf der Veladero-Mine in Argentinien sah sich Barrick 2017 vor Problemen.

All diese Faktoren sind allerdings nach Ansicht von Macquarie nicht entscheiden, doch zusammen mit einer schwächeren zweiten Jahreshälfte nach einem starken ersten Halbjahr hätten sie dem Barrick-Kurs zugesetzt.

Insgesamt bedeutet dies, dass Newmont, nachdem man Barrick bereits in Sachen Marktkapitalisierung überholt hat, nicht mehr weit davon entfernt ist, den Titel „Größter Goldproduzent der Welt“ an sich reißen zu können.

Es wird also sehr interessant werden, was Barrick am Mittwoch nach Börsenschluss für Zahlen vorlegt und wie man sich dazu äußert. Newmont plant seine Zahlen am 22. Februar vor Handelsbeginn zu präsentieren.

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