Ganze Pipeline an Bohrzielen definiert
American West Metals (ASX AW1 / WKN A3DE4Y) meldet die finalen Ergebnisse samt 3D-Inversion der luftgestützten Mobile-Magnetotellurik (MMT)-Messung entlang des Midway–Storm–Tornado-Korridors von seinem Kupferprojekt Storm auf Somerset Island im kanadischen Nunavut. Die Daten bestätigen mehrere große Kupferziele von potenziell erheblicher Bedeutung. Einmal mehr wird die Effektivität des MMT-Verfahrens auf Storm unterstrichen.
Am Interessantesten ist dabei wohl ein großes, leitfähiges Ziel (>16 km Streichen) nördlich der Lagerstätte Cyclone in 150–250 Metern Tiefe: Diese Anomalie liegt in der so genannten Allen-Bay-Formation, dem auf Storm bereits durch Bohrungen bestätigten Hauptwirtsgestein für Kupfersulfide. Innerhalb der Struktur treten diskrete Zonen höherer Leitfähigkeit, teils entlang der Grabenstörungen, auf – potenziell Sulfidanreicherungen und hochprioritäre Bohrziele!

Hinzu kommt ein wzeiter, stratiformer Leiter in ~400 Metern Tiefe nördlich von Cyclone: Er dürfte der tieferen Kupferhorizont sein, in dem Tiefbohrungen bereits Kupfersulfide über ~10 km² nachgewiesen haben.
Zwei zusätzliche, diskordante Leitfähigkeits-Trends in ~400 m Tiefe im Bereich Midway sowie Tornado/Blizzard wurden ebenfalls nachgewiesen. Ihre Orientierungen entsprechen lokalen Störungszonen – auf Storm bekannte Zuflussbahnen für Kupfer. Kartierungen und Probenahmen belegen oberflächennah ausstreichende Kupfersulfide. Interessanterweise liegen die modellierten Tiefen unterhalb der bisherigen Bohrgrenzen.
Dass das MMT-Verfahren auf Storm funktioniert, wird durch die Daten zur bereits definierten Lagerstätte Cyclone bestätigt. Die große, flach liegende Cyclone-Lagerstätte zeigt eine markante Reaktion im MMT-Datensatz (Anomalie A1). Damit ist das Verfahren vor Ort bewährt und kann Kupfermineralisierung von ≈2 % Cu oder höher zuverlässig erfassen – auf Basis historischer Geophysik.
Weitere, neue Ziele sind:
• Ziel A8: der oben genannte 16-km-Leiter (150–250 m), der bis ~400 m Tiefe verfolgt werden kann, deckt sich mit dem tieferen Kupferhorizont.
• Ziel A4: bis 3 km langer Leiter, subparallel zum Graben, modelliert ab ~150 m Tiefe; hohe Priorität wegen struktureller Ähnlichkeit zur Cyclone-Lagerstätte
• Ziel A2/A5: zwei quer zum O–W-Graben verlaufende Leiter, am stärksten in den Zonen Midway sowie Tornado/Blizzard.
Warum MMT hier den Unterschied macht
Die MMT-Kampagne umfasste ca. 1.320 Linien-Kilometer, nutzt natürliche Quellen und erfasst ein breiteres EM-Frequenzspektrum als bisher eingesetzte Verfahren. Das erhöht Auflösung und Tiefenreichweite und verbessert gerade in den resistiven Wirtsgesteinen die Signalgüte in >200 Metern Tiefe. Während konventionelle EM-Messungen auf Storm oberflächennahe, hochgradige Zonen sehr gut abbilden, komplementiert MMT diese um die tieferen Horizonte.
Management-Ausblick und nächste Schritte für American West
Laut Managing Director Dave O’Neill bestätigen Interpretation und Modellierung der Phase-1-Daten eine Serie großer Leiter in günstigen geologischen und strukturellen Lagen. Bemerkenswert sei, dass deren Leitfähigkeit derjenigen der hochgradigen Kupferzonen in Cyclone ähnelt – ein starkes Indiz für zusätzliche Kupfersulfid-Akkumulationen. Phase 2 der MMT-Vermessung wird von den Ergebnissen der Bohrtests der Phase-1-Leiter abhängen und voraussichtlich auf den südlichen Streichen des Kupferhorizonts ausgedehnt.
Parallel werden die MMT-Erkenntnisse in eine gebietsweite Struktur- und Datenkompilation eingebunden, um die Bohrplanung weiter zu verfeinern. Analysenergebnisse aus den laufenden RC- und Diamantbohrprogrammen werden in den nächsten ein bis drei Wochen erwartet.
Fazit: Die MMT-Daten liefern für das Kupferprojekt Storm, das bereits über eine Ressource von 20,6 Mio. Tonnen bei 1,1% Kupfer und 3,3 g/t Silber verfügt (229.000 Tonnen Kupfer und 2,2 Mio. Unzen Silber), eine klare, skalierbare Zielpipeline – vom flachen Cyclone-System bis zu tieferen, strukturell kontrollierten Leitern. Mit mehreren, kilometerweiten Anomalien in Kupfer-Wirtsgestein und unmittelbarer Nähe zu bekannten Sulfidaufschlüssen ist und bleibt das Explorationspotenzial der Liegenschaft gewaltig.