Nachdem die Minenaktien bereits seit Ende Februar korrigieren und der Silberpreis Anfang Juni nur noch ein tieferes Hoch zustande brachte, ist jetzt auch der Goldpreis deutlich unter Druck geraten. Seit dem Doppeltop bei 1.295 USD läuft die Abwärtswelle bereits in der fünften Woche und sorgte am Montag für eine Beschleunigung nach unten.

Zink war jahrelang ein vergessenes Metall. Bis 2011 wurde kaum in neue Projekte investiert, Gold, Silber und Kupfer standen im Fokus vieler Mining-Unternehmen. Inzwischen aber hat sich das geändert. Unternehmen wie Glencore begannen schon vor einiger Zeit ihre Produktion auszubauen und kauften jede Menge Zinkschmelzen hinzu. Denn aktuell steht der Markt vor einem Problem. Seit Jahren gibt es ein Angebotsdefizit. Das heißt, es wird mehr Zink nachgefragt als neu gefördert wird. Dazu kommt, dass in den nächsten fünf Jahren etliche große Minen ausgeschöpft sein werden. Sie haben schlichtweg kaum noch Zink im Boden. Marktbeobachter schätzen, dass bis zu 10 Prozent des weltweiten Angebots wegfallen. In den ersten vier Monaten 2017 betrug das Defizit am Weltmarkt allein 112.000 Tonnen, wie die Daten des Branchenverbands ILZSG zeigen.

Quasi ein Opfer des eigenen Erfolgs wurde vor einiger Zeit der äußerst populäre VanEck Vectors Junior Gold Miners ETF (GDXJ). Der ETF nahm vereinfacht gesagt so viel Geld ein, dass man nicht mehr wusste wohin damit. Daraufhin änderte man die Regeln und genehmigte sich auch Beteiligungen an größerer Unternehmen. Um diese zu realisieren, mussten aber Anteile an vielen kleineren Gesellschaften abgestoßen werden. Das brachte die Kurse dieser Unternehmen schon im Vorfeld der Umstellung gewaltig unter Druck – und schuf damit nach Ansicht einiger Experten große Chancen für Anleger!

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