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Gleich zu Jahresbeginn, am Dienstag, dem 2. Januar, erreichte der Palladiumpreis ein Rekordhoch von 1.096,50 US pro Unze. Aktuell notiert das Edelmetall zwar etwas niedriger, aber immer noch bei 1.089 USD pro Unze. Schon im vergangenen Jahr hatte Palladium sich um mehr als 50% verteuert, lag am 27. Dezember bei 1.069,50 USD pro Unze, nachdem 2017 mit einem Palladiumpreis von 685 USD je Unze begonnen hatte.

Palladium wird vor allem in Automobilkatalysatoren eingesetzt und der Preisanstieg wird hauptsächlich auf das Absatzwachstum des Automobilmarktes in China zurückgeführt, dem größten Markt des Sektors weltweit. Laut der China Passenger Car Association wird für 2018 mit einem Absatzplus von 4% gerechnet, was eine Verdopplung des für 2017 geschätzten Wertes wäre.

In den USA, einem weiteren, wichtigen Automobilmarkt, dürfte der Absatz 2017 um 2% auf 17,1 Millionen gefallen sein. Das wäre aber immer noch der viertbeste Jahresabsatz in der Geschichte des Landes. Auch für das laufende Jahr sagen Analysten einen Rückgang voraus, da der niedrigen Arbeitslosigkeit und dem wachsenden Verbrauchervertrauen steigende Zinsen gegenüberstehen, die eine Finanzierung für potenzielle Käufer schwieriger machen.

Der Palladiumpreis hat zudem von strengeren Emissionsvorgaben und im Zuge des Dieselskandals um VW (WKN 766403) sinkenden Dieselzulassungen in Europa profitiert. In Norwegen beispielsweise ging der Anteil von Dieselfahrzeugen von 31% im Jahr 2016 auf 23% im vergangenen Jahr zurück. Hybridfahrzeuge, die in der Regel Benzin- und Elektromotor verbinden verbrauchen zudem mehr Palladium in ihren Katalysatoren und die Zahl solcher Fahrzeuge nimmt zu. In Norwegen machten Hybrid- und Elektromobile im vergangenen Jahr 52% aller Neuwagen aus, während es 2016 40% waren.

Die starke Nachfrage aus dem Automobilsektor hat dazu geführt, dass der Markt seit 2012 Angebotsdefizite aufwies. Die Lagerbestände sind von 18 Mio. Ende 2010 auf geschätzte 14 Mio. zu Ende 2017 gefallen. Im November vergangenen Jahres sagte die HSBC, dass das Angebotsdefizit im Palladiummarkt 2017 bei 680.000 Unzen liegen und 2018 auf 1,151 Mio. Unzen ansteigen dürfte.

Allerdings gibt es auch Risiken für den Palladiumpreis. So könnten die Automobilhersteller beginnen, Palladium durch das derzeit günstigere Platin zu ersetzen. Berichten zufolge gibt es bereits Pläne in diese Richtung, was natürlich bei einer tatsächlichen Umsetzung erhebliche Auswirkungen auf den Palladiumpreis haben könnte.

Auch nutzen Elektromobile keine Katalysatoren, sodass steigende Absatzzahlen in diesem Bereich langfristig die Nachfrage nach Palladium sinken lassen könnten. Bis es allerdings soweit ist, so Analysten, wird es aber noch Jahre dauern. Auch wenn viele Länder weltweit bereits angekündigt haben, Automobile, die fossile Treibstoffe nutzen zu verbannen.

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