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Der Diamantmarkt begann das vergangene Jahr noch mit den Problemen des Jahres 2015, in dem die Preise für Rohdiamanten um ca. 15% nachgaben. Und die beiden größten Marktteilnehmer, die zusammen rund zwei Drittel der globalen Produktion stellen, waren sich, was die Strategie zur Bekämpfung der Krise anging, nicht wirklich einig.

Während nämlich De Beers die Produktion reduzierte und auch die Preise herabsetzte, fuhr die russische Alrosa zunächst den Ausstoß hoch, hielt die Preise stabil und legte einen Teil der Produktion auf Halde. Erst im April hob De Beers die Preise an und Alrosa senkte die Produktion. Im Mai konnte De Beers dann von einer noch „anfälligen“ Erholung sprechen.

Gleichzeitig allerdings wurden bei den Verkäufen geschliffener Diamanten immer neue Rekorde aufgestellt. So nahm Sotheby’s im Mai 32 Mio. Dollar für einen 15,38karätigen rosafarbenen Diamanten ein, während Christie’s nur einen Tag später 58,25 Mio. Dollar für den 14,62 Karat schweren Oppenheimer Blue erzielte. Was einen Rekord in Bezug auf den Preis pro Karat darstellte.

Und auch große Rohdiamanten erzielten Rekordpreise. Denn in der Woche vor den Auktionen von Sotheby’s und Christie’s verkaufte Lucara Diamond (WKN A0MYR8 / TSX LUC) seinen 812,77 Karat schweren Stein Constellation für 63,11 Mio. Dollar. (Allerdings wurden für Lucaras 1.109karätigen Lesedi La Rona, den zweitgrößten jemals gefundenen Diamanten, im Juni nur 61 Mio. Dollar geboten, während das Unternehmen mindestens 70 Mio. Dollar für den außergewöhnlichen Edelstein haben wollte.) Und bereits im Februar hatte die australische Lucapa Diamond (WKN A0M6U8 / ASX LOM) den mit 404 Karat größten, jemals in Angola gefundenen Diamanten präsentiert, der später für 16 Mio. USD verkauft wurde.

Und auch der kanadische Diamantsektor entwickelte sich positiv. So erreichte beispielsweise die Produktion auf der Diavik-Mine, einem Joint Venture von Rio Tinto (WKN 852147) und Dominion Diamond (WKN A1T7NY), das Produktionsvolumen von insgesamt 100 Mio. Karat und im Juli entschied sich Dominion, den Jay-Schlot und dessen 78,6 Mio. Karat in die Ekati-Mine zu übernehmen, an der das Unternehmen die Mehrheit hält.

Und 2016 sah auch die Eröffnung neuer Diamanteminen in Kanada. So wurde im September Gahcho Kué, die größte neue Diamantmine weltweit seit 13 Jahren, offiziell von De Beers und Partner Mountain Province Diamond (WKN 910555) eröffnet und im Oktober folgte die Renard-Mine – die erste Diamantmine in Québec – von Stornoway Diamond (WKN A1H7ZR). Renard erreichte dann kurz vor Weihnachten die kommerzielle Produktion.

In Bezug auf mögliche neue Minen in Kanada brachte Peregrine Diamonds (WKN A0JC1R) sein Chidliak-Projekt im Juli zu einer Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) voran, während Shore Gold (WKN 608554) an einer aktualisierten Machbarkeitsstudie für das Projekt Star-Orion South arbeitet. Und Kennady Diamonds (WKN A1J0RQ) legte im Dezember eine erste Ressourcenschätzung für das Kennady North-Projekt vor, das in der gleichen Region wie Ekati, Diavik und Gahcho Kué liegt.

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