Die Entwicklung des österreichischen Lithiumprojekts Wolfsberg geht weiter mit großen Schritten voran. Hatte der Betreiber, die australische European Lithium (WKN A2AR9A / ASX EUR), vor Kurzem noch gemeldet, dass erste Bohrungen das Potenzial auf eine weitere Zone mit Lithiumvererzung auf Wolfsberg bescheinigen, legt man nun mit den Ergebnissen von Verarbeitungstests des Wolfsberg-Erzes nach.

Und diese Tests haben wichtige Erkenntnisse gebracht. Zum einen hat sich gezeigt, dass aus dem Lithiumerz von Wolfsberg ein Lithiumkonzentrat mit 6,2% Li2O hergestellt werden kann, dass leicht zu Lithiumkarbonat verarbeitet werden kann, wie man es in Lithium-Ionen-Batterien einsetzt. Hinzu kommt, dass als Beiprodukt qualitativ hochwertiger Feldspat und Quarz mit niedrigem Eisengehalt anfallen. Diese Beiprodukte könnten an die europäische Glas- und Keramikindustrie verkauft werden, so das Unternehmen, und damit die Kosten der Lithiumproduktion drücken.

Die Testprogramme wurden von den unabhängigen, deutschen Experten von Dorfner Anzaplan durchgeführt, die jeweils eine Probe von 4 Tonnen der zwei auf Wolfsberg auftretenden Erztypen untersuchten. Erste Tests, deren Ergebnisse European Lithium im Februar veröffentlicht hatte, zeigten, dass mit Hilfe einer Lasersortierung 30% Abraum entfernt werden könnten, was eine hohe Lithiumgewinnung von 93% ermöglichen würde. Eine Sinkscheidung (Dense Media Separation, DMS) eines Teils des Materials von Wolfsberg könnte demzufolge zu einem Konzentrat mit 5,3% Li2O verarbeitet werden, das von europäischen Glas- und Keramikproduzenten genutzt werden könnte. Damit wäre eine beschleunigte Produktionsaufnahme auf dem österreichischen Lithiumprojekt möglich.

Die andere Erzart könnte mit Hilfe eines Flotationsverfahrens zu 6,2%igem Lithiumkonzentrat verarbeitet werden mit einer schlussendlichen Lithiumausbringung von 85% (was noch bestätigt werden muss). Es zeichnet sich aber ab, dass es zu umständlich wäre, beide Prozesse parallel zu fahren, sodass European Lithium wohl das DMS-Verfahren wegfallen lassen wird, damit dem Flotationsverfahren voraussichtlich beide vorhandenen Erztypen verarbeitet werden könnten.

Und Dorfner Anzaplan geht davon aus, dass auch dann die Ausbringungsrate von 85% erzielt werden könnte. Abzüglich der Verluste auf Grund der Lasersortierung läge man dann bei 79% und damit über den 75.4%, die erreicht würden, sollte European Lithium außer Sortierung und Flotation auch einen DMS-Prozess verfolgen. Welche Vorgehensweise sich tatsächlich als rentabler erweist, will European Lithium nun im Rahmen einer vorläufigen Machbarkeitsstudie untersuchen. Darin wird das einfachere Verfahren – nur Sortierung und Flotation – als Basisszenario angenommen.

Zusätzlich teilte das Unternehmen mit, dass die hydormetallurgische Tests zur Weiterverarbeitung des Spodumens und des DMS-Konzentrats zu batteriefähigem Lithiumkarbonat und Lithiumhydroxid fast abgeschlossen sind. Das Flotationskonzentrat war für eine Umwandlung sehr geeignet und es konnte ein Lithiumkarbonat mit >99,9% Li2CO3 hergestellt werden. Die Verarbeitung zu Lithiumhydroxid von technischem Grad wurde demonstriert und weitere Reinigungstests zur Herstellung von batteriefähigem Lithiumhydroxid laufen.

Alles in Allem macht European Lithium unserer Ansicht nach auf dem Wolfsberg-Projekt rasante Fortschritte, die eine Produktionsentscheidung immer näher rücken lassen. Wir freuen uns darauf, die Leser von GOLDINVEST.de auch in Zukunft umfassend zu informieren.

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